Verlaufen hat sich keiner

Rund 700 Wanderer waren am Wochenende rund um Ammersricht unterwegs. Sogar ein Verein aus dem Ruhrgebiet war vertreten.

Seinen immerhin bereits 46. Internationalen Volkswandertag richtete der Amberger Wander- und Volkssportverein am Wochenende aus. Start und Ziel war an beiden Tagen die Volksschule in Ammersricht. Von dort ging es auf die Strecke, angeboten wurden wahlweise drei Routen über 5, 10 oder 15 Kilometer.

Sie gestalteten sich nicht nur in ihrer Führung, sondern auch Beschaffenheit recht unterschiedlich. So gab es Schotter- und Waldwege, Wiesenpfade aber auch Teerstraßen. Freies Gelände, Wald, Industrie- und Wohngebiete zeichneten im Wechsel ein realistisches Bild der näheren und weiteren Umgebung von Ammersricht. Alle Strecken waren zuvor von Wanderwart Gerhard Lang und einigen Helfern erkundet und sorgfältig markiert worden. So war auch ohne Karte jederzeit eine Orientierung möglich.

Kein Leistungsdruck

Die drei Wanderstrecken sollten zudem sicherstellen, dass je nach der körperlichen Verfassung möglichst viele Leute an den Start gehen können. Zudem wurden Nordic Walker eingebunden. Ein Ziel Internationaler Volkswandertage ist die körperliche Ertüchtigung ohne Leistungsdruck. Deshalb gibt es auch keine strengen Zeitlimits, sondern großzügig bemessene Rahmenzeiten. Etliche Krankenkassen gewähren für Teilnahme an derartigen Volkssport-Veranstaltungen Prämienpunkte. Vor diesem Hintergrund haben sich Wandertage zu regen Treffpunkten durch alle Altersschichten entwickelt. An den beiden Tagen in Ammersricht waren fast 700 Wanderer aus 37 Vereinen oder als Einzelpersonen an den Start gegangen.

DJK stark vertreten

Am Sonntag überreichten die Schirmherrin der Veranstaltung, Bürgermeisterin Brigitte Netta und Wandervereins-Vorsitzender Sigurd Schmidt die ausgelobten Ehrenpreise an die fünf teilnehmerstärksten Gruppen. Die Trophäen gingen an die Wandersparte der DJK Ursensollen, gefolgt von den Wanderfreunden aus Hirschau sowie Ensdorf und den Wandervereinen Grafenwöhr sowie Pfalzgraf Neunburg vorm Wald. Netta verwies in ihrem Grußwort auf die Bedeutung des Wanderns beim Erkunden der "Schönheiten und Sehenswürdigkeiten unserer Oberpfälzer Heimat".

Schmidt verband seinen Dank an die Teilnehmer, Organisatoren und Helfer mit der ausdrücklichen Freude über nicht alltägliche Starter bei diesem Wettbewerb. So waren auch Mitglieder eines Wandervereins aus Recklinghausen mit dabei. Sie hatten ihre Heimreise nach einem Urlaub im Bayerischen Wald mit einem Abstecher nach Ammersricht verbunden. Genau den umgekehrten Weg hatte ein Starter aus Köln eingeschlagen. Er war gerade auf der Anreise zu seinem Urlaubsort.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.