Versteckt gegen den Feind

Eine der Anlagen, die im Kriegsfall helfen sollte, den Vormarsch der gegnerischen Truppen zu verlangsamen: die Fallkörpersperre NEW-0037 in Windischeschenbach. Bild: Hagen Wirkner

Sie waren Teil des Kalten Krieges, auch wenn die meisten Bürger nichts von ihnen wussten. Die Rede ist von Sperren, die gegnerische Truppen abbremsen sollten.

Die Fünfziger- bis Achtzigerjahre des vorigen Jahrhunderts waren geprägt vom Kalten Krieg. Ausgelöst wurde er durch das Ringen der beiden Großmächte USA und UdSSR um die Dominanz in der Weltpolitik. Die innerdeutsche sowie die Grenze zur ehemaligen Tschechoslowakei, wo sich mit der Nato und dem Warschauer Pakt die beiden Machtblöcke gegenüber standen, bildeten die Frontlinie.

Sperren an strategisch wichtigen Engstellen mit den zugehörigen Sprengschächten waren Teil der Verteidigung. Am Dienstag, 18. November, referiert Kreisheimatpfleger Mathias Conrad beim Historischen Verein über die Thematik. Dabei geht es nicht nur um die politischen und militärischen Zusammenhänge, auch die in die Denkmalliste nachgetragenen Sperreinbauanlagen werden näher erläutert. Allein in Bayern entstanden damals rund 2600 solcher Anlagen. Drei davon befinden sich im Landkreis. Mit dem Ende des Kalten Kriegs und dem Fall des Eisernen Vorhangs im Herbst 1989 hatten die vorbereiteten Sperren ihren Zweck verloren. So diskret, wie sie einst gebaut wurden, sind sie mittlerweile größtenteils wieder verschwunden. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung organisiert und beginnt um 19.30 Uhr im KEB-Bildungszentrum in Amberg, Dreifaltigkeitsstraße 3, statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
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