Vertrag mit Sozialdienst ausgelaufen- Stadt bessert nach
Freiwillig 50 Prozent mehr für Pflegekinder

Hanna, Lisa, Lea, Finn und Johanna (von links) sind jetzt schon etwas älter und gehen in den Kindergarten. In der Zeit davor waren ihre Eltern aber auf die Dienste von Tagesmutter Anke Schmietendorf angewiesen. Bild: Hartl
Amberg. (tk) Genüsslich beißt Lea in ihr Brot und freut sich wie eine kleine Königin: "Ich hab' Lachs drauf." Während das Mädchen noch das Frühstück kaut, spielt Finn längst. Der Bub hält den Kamin eines Plastikhauses in der Hand, der wieder einmal locker war und abgegangen ist. Johanna, Lisa und Hanna versuchen zu helfen, doch letztlich ist es Tagesmutter Anke Schmietendorf, die Hand anlegt und den Schornstein für die unter Dreijährigen repariert. Die 42-Jährige ist Tagesmutter und oft seit 4.30 Uhr auf den Beinen, denn um 5.15 Uhr treffen die ersten Kinder bei ihr in Ammersricht ein.

Egal, ob Tages- oder Vollzeitpflege - in Amberg kümmert sich der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) um die Ausbildung der Aufpasserinnen und die Vermittlung der Kinder. Die Stadt zahlte dafür pro Jahr einen Zuschuss von 85 000 Euro. Da der Vertrag zum Ende des Vorjahres ausgelaufen ist, mussten laut Kämmerer Franz Mertel die finanziellen Bedürfnisse neu ermittelt werden. Da Mehrkosten zu erwarten waren, verpflichtete sich die Stadt seinen Aussagen zufolge freiwillig dazu, künftig 30 200 Euro zusätzlich zu überweisen.

Doch als die Endabrechnung des SkF auf dem Tisch lag, musste die Kämmerei feststellen, dass auch die neue Summe von 115 200 Euro nicht ausreicht: "Es ergaben sich Nachforderungen von 12 221,79 Euro." In der Summe macht das nun 127 421,79 Euro und entspricht einer Steigerung von ziemlich genau 50 Prozent.

Die Mitglieder des Finanzausschusses hatten mit diesem Betrag kein Problem und segneten die zusätzlichen Zahlungen einstimmig ab. Das letzte Wort hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 27. Juli.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13792)Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.