Vertrag mit zehnjähriger Laufzeit - Förderverein arbeitet auch an Internetseite und neuer ...
Prechtl-Kunst: Stadt mit Vorkaufsrecht

Michael Bader, Wolfgang Dersch, Judith von Rauchbauer und Toni Donhauser (von links) stellen die Ideen des Fördervereins vor. Bild: kge
"Wir haben unseren Hut in den Ring geworfen." Kulturreferent Wolfgang Dersch gab sich bei der Hauptversammlung des Fördervereins Michael Mathias Prechtl kämpferisch und untermalte damit den ersten der fünf Agendapunkte. Dabei ging es um die Bewerbung für den regionalen Sparkassen-Preis zur finanziellen Unterstützung der Vereinsarbeit. Diese hat sich die Beachtung des Werkes und der Person des gebürtigen Amberger Künstlers zum Ziel gesetzt. Mit der eigenen Homepage www.mmprechtl-amberg.de, der Neugestaltung des Prechtl-Kabinetts in den oberen Räumen des Museums und einem Nachdruck eines Bildes soll es nun weitergehen.

Vom Gericht genehmigt

Damit aber - unter Beteiligung der Stadt - der Ausstellung eine Nachhaltigkeit verliehen wird, wurde in einem aufwendigen Prozess mit juristischem und finanztechnischem Sachverstand ein sogenannter Leihvertrag aufgesetzt. Mit diesem soll für die mindestens zehn nächsten Jahre eine Überlassung der Kunst Prechtls seitens seiner Familie abgesichert werden. Dieser Kontrakt steht laut Toni Donhauser kurz vor dem Abschluss, nachdem, wie er sagte "wir jetzt intensiver damit rumtun." Das Amtsgericht Nürnberg habe das Dokument genehmigt. Bei Veräußerung der Kunstwerke habe die Stadt ein Vorkaufsrecht. Schließlich sei sie mit der Versicherung und dem Katalogisieren betraut. Museumsleiterin Judith von Rauchbauer wies in diesem Zusammenhang auf die Summe von 130 000 bis 140 000 Euro für dern Aufbau der Dauerausstellung hin, die eine Rechtssicherheit der Objekte unbedingt erforderlich mache.

Josefshaus wäre schön

Die Kassenprüfung durch Michael Bader und Beisitzer ergab keinerlei Grund zur Beanstandung, und so konnten sich Vorstand und Mitglieder den zukünftigen Plänen des Vereins zuwenden. Diese beinhalten die Ausstellungseröffnung im Januar oder Februar nächsten Jahres mit einer Preview für die Beitragszahler. Außerdem steht eine Fahrt nach Nürnberg an, um Gebäude mit Wandgestaltungen von Prechtl zu besichtigen. Dabei kam das Gespräch auf das Amberger Josefshaus, das ebenfalls eine vom Künstler dekorierte Mauer beinhaltet. Da man das Werk kaum herauslösen könne, wurde augenzwinkernd dieser Vorschlag gemacht: "Der Verein sollte das Gebäude selbst kaufen. Dazu brauchen wir nur genügend Spenden."
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