Vertreter der Bürgerinitiative suchen Gespräch mit Landrat - Nicht restlos überzeugt
Einig gegen Drohnen-Krieg

Hand drauf: Wolfgang Berndt und Uwe Schörn (von links) als stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative "Keine Drohnen in der Oberpfalz" werden die weiteren Pläne der US-Armee mit ihren Flugkorridoren im Auge behalten. Das versicherten sie Landrat Richard Reisinger. Bild: Huber
Dass die US-Armee keine Drohnen-Testflüge über dem Landkreis mehr starten will, sei ein positives Signal: Darüber waren sich Landrat Richard Reisinger und der DGB-Kreisvorsitzende Wolfgang Berndt sowie der 2. Vorsitzende der Bürgerinitiative "Keine Drohnen in der Oberpfalz", Uwe Schörn, bei einem Gespräch im Landratsamt einig.

Dabei bekräftigte Reisinger, dass er dauerhafte Korridore und Drohnenflüge über zivilem Gebiet des Landkreises grundsätzlich ablehne. Gegenüber den verantwortlichen Stellen habe er da auch "kein Blatt vor den Mund genommen". Als verständnisvoller Partner habe sich Brigadegeneral Walter E. Piatt erwiesen, der ihm das Gefühl vermittelt habe, die Amerikaner nähmen die Bedenken der Bevölkerung ernst.

Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden der Anti-Drohnen-BI, Schörn und Berndt, schilderten ihre Vorbehalte gegen Drohnen und diese Art der Kriegsführung. Sie stießen damit bei Reisinger auf Verständnis. Als begrüßenswert bezeichnete es Schörn, dass die Hunter-Drohne als bewaffnete bzw. bewaffnungsfähige Drohne nicht in den Luftkorridoren eingesetzt werde, womit sich eine potenzielle Gefahr für die Bevölkerung verringere. Allerdings sei diese Entscheidung lediglich aufgrund von technischen Zulassungsfragen gefallen. Deshalb sei nicht klar, ob sie auch in Zukunft Bestand haben werde. Die Bürgerinitiative werde auf jeden Fall wachsam bleiben. Ihr Engagement richte sich nicht gegen die Arbeitsplätze der zivilen Beschäftigten in den Übungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels, betonte Wolfgang Berndt. Man fordere vielmehr, dass die Mittel für die Übungsplätze genutzt würden, um zivile Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.
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