Vertreter der Firma Herding sind für Nachbesserungen
Kritik an Mindestlohn

Im zu Jahresbeginn eingeführten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde sieht Norbert Duschner nicht das Problem. Bei einem Besuch des CSU-Landtagsabgeordneten Harald Schwartz sagte der kaufmännische Leiter der Firma Herding Filtertechnik laut einer Pressemitteilung: "Wir halten 8,50 Euro für nicht zu hoch gegriffen. Vielmehr bereitet uns die sogenannte Nachunternehmerhaftung Schwierigkeiten."

Danach sei der Arbeitgeber dazu verpflichtet, dass sich auch die von ihm beauftragten Dienstleister und Subunternehmer an die Vorschriften halten. Duschner: "Das ist jedoch in der Praxis kaum überprüfbar. Daher brauchen wir hier dringend eine Vereinfachung." Harald Schwartz griff diese Meinung auf. "Auch aus dem heutigen Gespräch geht hervor, dass es beim Thema Mindestlohn noch einigen Nachbesserungsbedarf gibt." Auch Duschners Kollege, Bernhard Wennicke, verwies auf bürokratische Hürden. "Wir halten auch Änderungen im Bereich der Aufzeichnungspflichten bei geringfügig Beschäftigten für wünschenswert." Hier müsse mindestens einmal pro Woche die Arbeitszeit dokumentiert werden. Dieser Kontrollmechanismus verursacht hohe bürokratische Kosten.

Harald Schwartz sagte dazu: "Auch aus meiner beruflichen Praxis weiß ich, wie stark bürokratische Hürden belasten können. Daher halte ich das Gesetz zwar für gut gemeint, aber in vielen Details schlecht gemacht."

Wenn er höre, dass der Staat über 1600 Zollbeamte zur Kontrolle des Mindestlohns eingestellt hat, stimme ihn das nachdenklich.
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