VfR Garching eine Hausnummer

FC-Trainer Timo Rost hofft auf Unterstützung der Amberger Fußballfans, wenn es heute in der Regionalliga-Relegation gegen den VfR Garching geht. Bild: A. Schwarzmeier

Heute kommt der VfR Garching ins Stadion am Schanzl - der zweite Gegner des FC Amberg in der Relegation zur Regionalliga. Die Gäste belegten dort den 16. Platz und räumten in Runde 1 mit sieben Toren den FC Pipinsried souverän aus dem Weg. "Das ist schon eine Hausnummer", erkennt FC-Trainer Timo Rost an.

Zwischen dem FC Amberg und dem großen Traum von der Regionalliga liegen noch zweimal 90 Minuten - oder ein paar Minuten mehr, wenn es im Rückspiel eine Verlängerung geben sollte. Zwei Partien, in denen der FC Amberg eine Saison vergolden und damit für den größten Erfolg der vergangenen Jahre sorgen kann. Davor steht aber noch die Hürde VfR Garching im Weg.

Um die zu überwinden, will das Team von Trainer Timo Rost heute im Stadion am Schanzl den Grundstein legen. Anstoß für das letzte Heimspiel der Saison ist um 18.30 Uhr. Garching konnte sich in der ersten Runde der Relegation souverän gegen den FC Pipinsried durchsetzen. Nach einem starken Auftritt im ersten Spiel gewann der VfR auswärts mit 6:2 (trotz frühem 0:1-Rückstand und ab der 48. Minute in Unterzahl). Auch das zweite Spiel konnte der Regionalligist für sich entscheiden (1:0).

Garchinger Durchmarsch

"Wir haben auch im Rückspiel mit der ersten Elf gespielt. Auch das war eine Belastung und kein reines Schaulaufen", sagt Garchings Trainer Daniel Weber. Der 42-Jährige trainiert den VfR seit fünf Jahren und marschierte mit seinem Team von der BOL in die Regionalliga. Mit der Zielsetzung Klassenerhalt ging man als Meister der Bayernliga Süd in die vergangene Saison, doch mit 33 Punkten und der schwächsten Defensive der Liga (64 Gegentore) blieb nur Rang 16 und damit die Relegation. Da hat man die erste Runde gemeistert, jetzt wartet der FC Amberg.

"Es ist schwer einzuschätzen, wie sich die Partien entwickeln. Kein Team wird von Beginn an mit offenem Visier spielen. Es wird eine reine Nervensache", prophezeit Weber. Stützpfeiler seines Teams, dessen Spiel auf Ballbesitz und offensives Auftreten ausgelegt ist, sind Kapitän und Spielmacher Dennis Niebauer sowie Stürmer Stefan Prunitsch (bisher elf Saisontore).

Der Garchinger Trainer erwartet zwei offene Partien: "Wir haben sicher deutlich größere Erfahrung, was die Wettkampfhärte betrifft, da haben wir in dieser Saison ganz andere Sachen erlebt als Amberg. Der FC ist aber wegen seiner Siegesserie wohl lockerer drauf als wir."

"Hütte muss brennen"

Auch Timo Rost weiß, was den FC erwartet: "Garching hat gegen Pipinsried sieben Tore gemacht. Das ist schon eine Hausnummer. Von der Spielanlage nehmen sich beide Teams aber nicht viel." Natürlich sei es praktisch für Garching, dass es für den VfR nach dem 6:2-Sieg im Hinspiel in der zweiten Partie gegen Pipinsried um nichts mehr ging. Dafür habe man einen anderen Vorteil: "Garching hat alles zu verlieren, wir können nur gewinnen. Das ist machbar, aber dafür muss die Hütte brennen. Wir brauchen die Unterstützung des ganzen Stadions."
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