Virtuoses Konzert zum Jubiläum

Die Studenten der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg, Daniel Harlander (links) und Franz Schloder, gaben erneut ein Gastspiel in Amberg. Bild: ads

Zum 300. Geburtstag der Sebastianskirche hatte Dekan Markus Brunner ein besonderes Geschenk organisiert: Ein Gastspiel zweier talentierter Musikstudenten aus Regensburg.

(ads) Mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm verwöhnten Daniel Harlander und Franz Schloder, zwei junge, dynamische Studenten der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg, die Zuhörer bei einem Orgelkonzert anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Kirche St. Sebastian.

Dekan Markus Brunner sagte, er freue sich, dass er die beiden talentierten Organisten erneut in seiner Pfarrei begrüßen könne. Bereits im Frühjahr dieses Jahres gaben die zwei Studenten eine Kostprobe ihres Könnens. Die Sebastianskirche war beim zweiten Gastspiel der Musiker in der Vilsstadt voll. Mit Johann Sebastians Bach Präludium und der Fuge in G-Dur läuteten Harlander und Schloder das Konzert ein. Die virtuos gespielten Manualpassagen führten hin zum konzertanten Einsatz aller Stimmen, die die Königin der Instrumente zu bieten hatte. Die Fuge trugen die Organisten differenziert mit klarer Artikulation jedes Themeneinsatzes vor. Nach dem fulminanten Werk von Bach, bei dem die Leidenschaft der beiden Musiker für das Spiel an der Orgel hervorragend zum Tragen kam, folgten drei Stücke von Gustav Adolf Merkel, die sehr lyrisch und farbig instrumentiert waren: Die Klänge in B-Dur waren gravitätisch und prächtig, die in a-Moll eher finster und schwer und die in D-Dur klanggewaltig mit einem mächtigem Schluss nach langem dominanten Orgeltönen.

Hervorragend interpretiert

Das Trio und der Monolog in C-Dur von Josef Gabriel Rheinberger wurden von den beiden Organisten ebenfalls hervorragend musikalisch interpretiert. Das Trio, das Harlander und Schloder mit weicher, aber starker Artikulation spielten, zeigte sich lyrisch, drängend und eindringlich. Beim Monolog im Tutti kamen die vollen Klänge der schönen und starken Orgel wunderbar zum Tragen. Beeindruckt haben bei dem Werk die große Klangschichtungen und das packende Ende. Das Werk "Wenn wir in höchsten Nöten sein" von Johann Sebastian Bach hat als wohl eines der bekanntesten Stücke aus dem Orgelbüchlein Eingang in das Programm gefunden. Großer Gefühlsausdruck durch absteigende Motive, die sogenannte Seufzerfiguren, und ein starker Text, der durch Chromatik und verworrene Stimmführung musikalisch Ausdruck findet, dazu ein starker und kräftig verzierter Cantus Firmus des Choral forderten von den Organisten eine perfekte Beherrschung des Instruments. Langanhaltender Applaus der Konzertgäste war der wohlverdiente Künstlerlohn für die Musikstudenten.
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