Vollgas auf der Datenautobahn

"Die gesamte Stadt Amberg soll mit leistungsfähigem Internet erschlossen werden." Das hatte Oberbürgermeister Michael Cerny in der Vergangenheit mehrfach angekündigt. Diesem Ziel ist er nun laut einer Pressemitteilung aus dem Rathaus wieder ein Stück nähergekommen.

Weil der Freistaat den Breitbandausbau fördert, gab es von September 2014 bis November 2015 eine Markterkundung, um den Ist-Stand und Bedarf zu ermitteln. Die Ergebnisse liegen mittlerweile vor. Die Stadt hatte alle relevanten Netzbetreiber aufgefordert, ihr mitzuteilen, welche Gebiete Ambergs innerhalb der nächsten drei Jahre eigenwirtschaftlich, also ohne Förderung, von ihnen ausgebaut werden.

Jobst und Telekom

Die Telekom und das hiesige Unternehmen Jobst DSL hatten für große Teile der Stadt einen solchen eigengetriebenen Ausbau angekündigt, der laut der Presse-Info zwischenzeitlich auch weitgehend abgeschlossen ist. Die einzelnen Antworten der Netzbetreiber seien anschließend zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst worden. Dieses wiederum diene als Planungsgrundlage für das nun erforderliche Auswahlverfahren, sprich die Ausschreibung des geförderten Breitbandausbaus. Sie muss laut Förderrichtlinie in den kommenden vier Wochen erfolgen. Wie es aus dem Rathaus hieß, müssen die teilnehmenden Netzbetreiber nun ein detailliertes Angebot vorlegen, das unter anderem Angaben zum technischen Konzept, zu den Datenraten, zu den Endkundenpreisen und zur Verfügbarkeit enthält. Zudem müsse die Wirtschaftlichkeit beziehungsweise die finanzielle Lücke darlegt werden. Sie beschreibt die Differenz zwischen den zur Projektumsetzung notwendigen Investitions- und Betriebskosten und den zu erwartenden Einnahmen.

Mit Kümmersbruck

Diesen Betrag habe die Kommune an den ausgewählten und beauftragten Netzbetreiber zu zahlen und könne dafür die Förderung nach der Breitbandrichtlinie beantragen. Im Falle Ambergs liegt die Förderung bei 80 Prozent der Wirtschaftlichkeitslücke, maximal also bei 590 000 Euro. In der Presse-Info heißt es zudem, dass außerdem ein abgestimmtes Auswahlverfahren zwischen der Stadt Amberg und der Gemeinde Kümmersbruck vereinbart worden sei. Dadurch könne eine zusätzliche Förderung von 50 000 Euro in Anspruch genommen werden. Läuft alles nach Plan, steht in Amberg bis Ende 2016 oder spätestens Anfang 2017 jedem Internetnutzer eine Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s zur Verfügung, heißt es aus dem Rathaus

Fragen zum aktuellen Stand beantwortet die Gewerbebau. Die Ergebnisse der Markterkundung stehen auf www.amberg.de unter der Rubrik wirtschaft/breitbandausbau.
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