Vollgas für fast 20 Millionen Euro

Geschäftsführer Horst Hoffmann, OB Michael Cerny, Firmengründer Franz Fischer, Bundestagsabgeordneter Alois Karl und Geschäftsführer Thomas Fischer (von links) freuten sich nicht nur über den Neubau des Autohauses nahe am Kreuzungsbereich von B 85 und B 299 an der Speckmannshofer Straße, sondern scherzten auch über die "Standort-Konkurrenz" von Amberg und Neumarkt, wo die Firma ihren Hauptsitz hat. Bild: Hartl

"Hallo Franz, schön, Dich mal in Amberg zu sehen." Scherzend begrüßte CSU- Bundestagsabgeordneter Alois Karl Franz Fischer, den Gründer des gleichnamigen Autohauses, und wies damit gleich darauf hin, dass sich die beiden bisher eher in Neumarkt begegneten. Dort ist der Hauptsitz der Firma, die aber derzeit im Stadtwesten groß baut.

Das ist Alois Karl als ehemaligem Oberbürgermeister von Neumarkt kein Dorn im Auge, wie er gestern bei einem Besuch des Autohauses mit seinen Chefs lachend versicherte. Im Gegenteil freut sich der Parlamentarier, "dass es tüchtige Unternehmer gibt, die expandieren, etwas auf die Beine stellen und sich entwickeln". Vor diesem Hintergrund mache er keinen großen Unterschied, ob ein neuer Standort in seiner Heimatstadt Neumarkt oder im ebenso wichtigen benachbarten Oberzentrum Amberg entsteht.

"Ist ja jetzt auch alles mein Wahlkreis", machte Karl augenzwinkernd deutlich, dass er nun nicht mehr wie einst zu OB-Zeiten nur für Neumarkt zuständig ist. Oberbürgermeister Michael Cerny stichelte ebenso feixend zurück, dass es Karl dann ja sicher auch nichts ausmache, wenn Auto Fischer seinen Firmensitz vielleicht bald nach Amberg verlege. "Da gibt man ihm den kleinen Finger und er will gleich die ganze Hand", zog der Bundestagsabgeordnete dann doch die Bremse, um vom angesprochenen Franz Fischer zu hören, dass dieser zurzeit sehr häufig in Amberg ist.

Franz Fischer "schürt Feuer"

Natürlich wegen des Neubaus an der Kreuzung zwischen Speckmannshofer Straße und B 85. "Da draußen muss man das Feuer schüren - gerade bei so einem Riesenprojekt mache ich das oft selbst", antwortete Fischer auf Karls Eingangssatz, ohne ihm mit einer von ihm gar nicht ins Spiel gebrachten Änderung des Firmensitzes weiter "Angst" zu machen. Die Lockerheit des Umgangstons von allen Seiten zeigte schon, dass es ein eher entspannter Termin in der auch für die Abgeordneten ruhigen Ferienzeit war. "Im Sommer habe ich mehr Zeit im Wahlkreis rumzukommen und mir schöne Projekte anzuschauen", sagte Karl ganz offen. Wobei "groß" und "beeindruckend" bei der aktuellen Maßnahme des Autohauses Fischer die treffenderen Adjektive waren, die der MdB und der OB ebenso gebrauchten.

"In Richtung 20 Millionen Euro" wird sich die Investition laut Franz Fischer insgesamt entwickeln, was nicht zuletzt an aufwendigen Maßnahmen für den Umweltschutz und beispielsweise auf dem Gelände nötige besondere Regenrückhaltevorrichtungen liege. "In Harmonie" mit den Behörden und "konstruktiven Gesprächen" (OB) wurden hier Lösungen gefunden, wofür der Unternehmensgründer der Stadt noch einmal dankte, weil eben keine großen "bürokratischen Hürden" zu bewältigen waren. Zum Jahreswechsel soll der Neubau abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt und teils schon zuvor sollen fertige Teile Schritt für Schritt bezogen werden.

Umzug zum Jahreswechsel

Der alte Standort an der Kastler Straße wird dann aufgegeben. Für ihn ist laut Franz Fischer der Pachtvertrag aktuell schon ausgelaufen. Im guten Einvernehmen mit den Gebäudeeigentümern habe man sich aber auf die Fortdauer von einigen Monaten für eine reibungslose Übergangs- und Umzugsphase verständigt.
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