Volltreffer in der Bundesliga

Drei der erfolgreichen Boxer des BC Amberg (von links): Andrej Merzliakov, Artur Krievins und Arian Ehsani. Bild: ref
Lokales
Amberg in der Oberpfalz
26.11.2015
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Die Boxer des BC Amberg sorgen für Furore: Einer holt einen dritten Platz bei der deutschen Meisterschaft, ein 14-jähriges Talent und ein Späteinsteiger beeindrucken in Zwickau und einer hilft mit, Hertha BSC Berlin zu schlagen.

Mit einem dritten Platz kehrte Arian Ehsani (81 kg) von seiner ersten Internationalen Deutschen Meisterschaft (U 18) aus Köln zurück. Bei diesem hochkarätig besetzten Turnier musste er sich mit Carlo Horlbog aus Sachsen-Anhalt auseinandersetzen. Trotz intensiver Vorbereitung und immensem Trainingsfleiß erwischte Ehsani keinen guten Tag.

Reife Technik

An jedem anderen Tag hätte Ehsani den Kampf für sich entschieden. So musste er sich trotz heftiger Gegenwehr Horlbog geschlagen geben. Für Ehsani spricht, dass er für sein Alter eine sehr reife Technik zeigte und bei seinen bisher nur 22 Kämpfen eine sicherlich erfolgreiche Zukunft vor sich hat und dieser dritte Platz nur ein Vorgeschmack auf mehr war.

Parallel dazu fand in Zwickau das Boxturnier um den 21. Pokal der Stadt Zwickau statt. Hier fanden sich 46 Athleten aus sechs Landesverbänden mit 17 Vereinen ein. Die Muldestädter boten somit zum wiederholten Male auch den Ambergern eine Plattform, um ihren Kämpfern zu Wettkampferfahrung zu verhelfen.

Quer durch den Ring

Artur Krievins, der neue, hoffnungsvolle 14-Jährige (63 kg) bot wieder eine beeindruckende Leistung. Seine Schlagkombinationen liegen seinem Kadettenalter weit voraus. Davon durfte Yussuf Mokhieddin vom TSC Berlin ein Lied singen. Nachdem er sich zwei Runden lang durch den Ring jagen lassen musste, ereilte ihn in der dritten Runde auch noch der K.o.-Schlag. Trainer Nicki Ril gelang es, auch den zweiten Boxer des BC Amberg, Andreas Rupprecht, gut auf seinen Gegner Martin Seifert einzustellen. Für Rupprecht (Jahrgang 1988, 69 kg), den Späteinsteiger, verlief auch der zweite Kampf seiner Karriere eindeutig. Obwohl sein Gegner vom BC Erzgebirge Breitenbrunn ein Mehrfaches an Kämpfen vorweist, ließ der Amberger keine Zweifel aufkommen, wer Chef im Ring ist. Technik, Kondition, Taktik und Durchsetzungsvermögen erbrachten einen verdienten 3:0-Punktsieg.

Für Chemnitz

Für Andrej Merzliakov stand am vergangenen Samstag der erste Bundesligakampf seiner Laufbahn auf dem Programm. Die Chemnitzer Wölfe baten ihn um Verstärkung ihres Teams. Für den Amberger die Gelegenheit, zu Kampfpraxis zu gelangen, nachdem im näheren Umfeld sich kein Gegner mehr so recht an ihn ran traut.

Bei seinem Kampf gegen Wouter Djokic, den Holländer, der den Hertha BSC Berlin verstärkte, stellte er von Beginn an die Weichen auf Sieg. Nur 55 Kämpfe Merzliakovs gegen über 150 Kämpfe Djokics und eine ganze Reihe internationaler Turniere, die er bisher gewann, hätten eigentlich etwas anderes erwarten lassen.

Aber bereits zu Beginn der dritten Runde hatte Djokic Mühe, konditionell mitzuhalten. Zu zahlreich und zu intensiv waren die Treffer, die Djokic in den beiden vorhergehenden Runden nehmen musste. Mit diesem Sieg verhalf Merzliakov den Chemnitzern auch zum Gesamtsieg gegen den Hertha BSC Berlin, der mit 12:11 Punkten nur knapp an die Sachsen ging.

Krönender Abschluss

Cheftrainer Ruslan Schönfeld, der sowohl seinen Schützling Ehsani für die deutsche Meisterschaft als auch Merzliakov für diesen Bundesligakampf einstellte, kann stolz auf seine Truppe sein. Denn zum Abschluss kehrten Ehsani und Krievins vergangenes Wochenende auch noch erfolgreich von einem Boxturnier aus Pegnitz heim.
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