Vom Butterfly zum Knödel
Angemerkt

Butterweich ist er noch nicht gelandet, der Amberger Schmetterling, unser Stadt-Butterfly. Es dauert offensichtlich, bis sich die Auto- und Lastwagenfahrer im provisorischen Schleifensystem rund um die Kreuzung der beiden Bundesstraßen 299 und 85 zurechtfinden.

Doch es besteht Hoffnung: Wer den Knotenpunkt regelmäßig passiert, der gewöhnt sich an die Tücken der Umleitung und lernt sie zu meistern. Dabei hilft natürlich die bewährte Formel: Aufmerksamkeit hoch, Tempo runter! Nicht umsonst ist die zulässige Geschwindigkeit im Baustellenbereich auf 40 Kilometer pro Stunde beschränkt.

Wären die Flügel des Schmetterlings etwas runder, gäbe er einen schönen Kreisverkehr her - einen, wie er in anderen Ländern an ähnlich stark frequentierten Kreuzungspunkten längst gang und gäbe ist. Für die fünf Millionen Euro, die die neue Brücke kostet, hätte es vielleicht auch einen schönen, breit ausladenden Kreisel gegeben, in dem der Spurwechsel nur so flutscht. Nur bei der Namensfindung müssten wir uns ein bisschen anstrengen, denn Amberger Knödel ist schon besetzt.

uli.piehler@zeitung.org

Im Blickpunkt Tag der Begegnung am Marktplatz

Amberg. Zu einem "Tag der Begegnung" lädt die Arbeitsgemeinschaft offene Behindertenarbeit am Freitag, 25. September, von 15.30 bis etwa 18 Uhr auf den Marktplatz ein. Er beginnt mit einer inklusiven Stadtführung. OB Michael Cerny eröffnet die Veranstaltung. Der Rundgang mit Stadtheimatpflegerin Beate Wolters ist für Menschen mit Rollstuhl oder Gehhilfen geeignet und dreht sich um die Amberger Hochzeit von 1474. Die Tour startet am Hochzeitsbrunnen.

Nach der Führung können die Bürger das Inklusionsbündnis "Wundernetz - gemeinsam unterwegs" kennenlernen, Arten der Behinderung am eigenen Körper erfahren und mit Betroffenen sprechen. Es sind verschiedene Stationen vorbereitet: Wie fühlt es sich an, mit einer spastischen Lähmung eine Jacke anzuziehen oder etwas zu essen und zu trinken? Wie schmeckt Obst, wenn man es mit verbundenen Augen probiert? Wer möchte, kann sich außerdem über einige wichtige Zeichen der Gebärdensprache informieren, ausprobieren, wie es ist, mit Augenbinde und Blindenstock geführt zu werden oder seinen Tastsinn im Fühlbeutel testen. Weiter geplant: Probefahrten mit dem Rolli-Fahrrad und dem Rollator über eine kleine Buckelpiste sowie kleine Wettrennen im Rollstuhl.
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