Von Kiruna bis Kapstadt

Insgesamt 900 Schüler aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg beteiligten sich an der Aktion Kilometerkönig. Stellvertretend für alle Teilnehmer überreichten die Stadtwerke 2000 Euro an Flüchtlingskinder im Beisein der Grundschüler an der Barbaraschule. Hinten, von links: Berthold Göttgens, Dr. Stephan Prechtl, Albert Kiener und OB Michael Cerny. Bild: gf

Eine Entfernung von Kiruna in Nordschweden bis nach Kapstadt, am südlichsten Ende von Afrika, legten die etwa 900 Schüler zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück: Sie hatten sich am Wettbewerb Kilometerkönig beteiligt.

Mit ihrer Teilnahme verzichteten die Mädchen und Buben darauf, sich in der Zeit von Montag, 15. Juni, bis Freitag, 10. Juli, mit dem Auto der Eltern zur Schule bringen zu lassen. Sicher sei es bequem und auch toll, sich von den Eltern im Auto zur Schule chauffieren zu lassen, sagte Oberbürgermeister Michael Cerny am Mittwoch bei der Abschlussveranstaltung für den Kilometerkönig in der Turnhalle der Barbara-Schule. Hektisch gehe es oftmals vor der Schule und in den Zufahrtsstraße zu, so Cerny, und gefährlich sei das für Schüler, die zu Fuß unterwegs seien. Besser sei es jedoch trotzdem, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. "Gesund ist es außerdem. Man lernt den Bereich um die Schule kennen und trifft jeden Tag Freunde und Mitschüler." Alle Kinder, die sich am Kilometerkönig beteiligt hätten, seien deshalb Gewinner, meinte Rektor Berthold Göttgens.

Bisher 6600 Kinder dabei

"Gerne gehen wir zu Fuß, gerne fahren wir mit dem Rad, das Auto bleibt zu Hause", lautete das Auftaktlied für den Kilometerkönig, an dem sich gut 900 Schüler der Grundschulen Ammersricht, Max-Josef-, Barbara- und Dreifaltigkeits-Schule sowie die beiden Grundschulen aus Sulzbach-Rosenberg beteiligt hatten. "Heuer sind über 23 000 Kilometer zurückgelegt worden", erklärte Initiator Albert Kiener. Seit 2008 gebe es den Kilometerkönig, an dem bisher gut 6600 Kinder mitgemacht haben. Sie legten insgesamt 187 333 Kilometer zurück. Im Vordergrund stehe der sportliche Aspekt, so Kiener, selbst Sportlehrer. Wer etwas für seine Gesundheit tun und Spaß haben möchte, der solle sich einfach einem der zahlreichen Sportvereine in Amberg anschließen.

Unterstützt wird die Aktion von den Städten Amberg und Sulzbach-Rosenberg sowie deren jeweiligen Stadtwerken. Für die Stadtwerke Amberg meinte der Geschäftsführer Dr. Stefan Prechtl, dass dank der absolvierten Kilometer 2000 Euro zusammengekommen seien, die dafür verwendet werden, für Flüchtlingskinder Spielgeräte anzuschaffen. Die Grundschulklassen der Barbara-Schule absolvierten zwischen 350 und 750 Kilometer Schulweg zu Fuß.
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