Von Theresienstadt aus in den Osten
Hintergrund

Amberg. (san) 1933, im Jahr der Machtergreifung Adolf Hitlers, lebten laut Dieter Dörner in Amberg 83 Menschen jüdischer Abstammung. Nicht alle von ihnen waren Mitglieder der jüdischen Gemeinde. 30 kamen durch die NS-Herrschaft ums Leben, erzählt der Kreisheimatpfleger, der sich sehr mit dem jüdischen Leben in der Region befasst. Einige der Amberger Juden waren weggezogen, in der Hoffnung, sie könnten in der Anonymität der Großstädte besser überleben. Viele wurden trotzdem deportiert und kamen nach Auschwitz.

Dieter Dörner weiß, dass zehn Amberger Juden im März 1942 in die polnische Kleinstadt Piaski umgesiedelt wurden. "Sie mussten arbeiten bis zum Umfallen", berichtet er. Ein Soldat aus Amberg hatte eine Jüdin aus seiner Heimatstadt getroffen, die im Straßenbau eingesetzt wurde. Ältere Juden, die über 60-Jährigen, kamen ebenfalls im März 1942 nach Theresienstadt und von dort aus ebenfalls in die Vernichtungslager im Osten. Eine der Überlebenden war Klara Losch, die schwerkrank zurückkam und 1953 starb. "Die übrigen kamen in den Vernichtungslagern um."

Einen Amberger Arzt, der mit einer Jüdin verheiratet war, stellten die Nationalsozialisten vor die Wahl, sich scheiden zu lassen oder seine Praxis zusperren zu müssen. Seine Ehefrau war darüber so verzweifelt, dass sie 1939 den Gashahn aufdrehte und sich umbrachte. Ein anderer Jude ging von Amberg nach Nürnberg. "Dort ist er aus dem dritten oder vierten Stock gesprungen, er hatte die Demütigungen nicht mehr ertragen."

Polizeibericht Kiffer-Runde in der Theatergarage

Amberg. (tk) Zivilfahnder hatten am Sonntag um 1.40 Uhr das, was man einen richtigen Riecher nennt. Sie bemerkten während einer Streife im Treppenhaus der Theatertiefgarage an der Franziskanergasse zunächst den typischen Geruch von Cannabisrauch. Die vier Männer, die den Qualm verursacht hatten, waren nicht weit weg. Diese Kiffer-Runde, wie sie Polizeisprecher Peter Krämer nennt, bestand aus Männern im Alter von 18 bis 23 Jahren. Sie ließen einen Joint kreisen, als sie überrascht wurden.

Die Ordnungshüter beendeten das Treffen und stellten die Drogen sicher. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Polizisten bei einem 18-Jährigen noch ein Stück Haschisch. Nach der Aufnahme der Personalien durfte das Quartett seines Weges gehen. Den Jüngsten erwartet nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, weil er das Rauschgift zur Runde mitgebracht und Reste davon bei sich hatte.

Scharniere einfach aufgebogen

Amberg. (tk) Wie erst am Montag bekannt wurde, hat ein Unbekannter in der Vorwoche den Geräteschuppen eines Kleingärtners in der Anlage am Schießstätteweg aufgebrochen. Der Laubenbesitzer hatte am Sonntag festgestellt, dass die Metall-Scharniere der Eingangstür aufgebogen worden waren. Ein Taschenmesser ließ der Einbrecher zurück. Aus dem Schuppen entwendete der Täter eine 50-Meter-Kabeltrommel, einen Rasentrimmer und eine Heckenschere - alles im Wert von etwa 230 Euro.
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