Vor 25 Jahren
___ Es stand in der AZ ___

Rathaus ist saniert

Nach rund acht Jahren Sanierung und Restaurierung präsentiert sich im Herbst 1989 das Amberger Rathaus erstmals wieder ohne den ganz besonderen "Schmuck": Das bis zuletzt die Nord- und Westseite des Gebäudekomplexes zierende Gerüst ist nach den erledigten Anstricharbeiten verschwunden.

Damit ist ein Schlusspunkt unter die umfangreichen Veränderungen im und am Haus gesetzt. "Unser ehrwürdiges Rathaus ist wieder in einen Zustand versetzt worden, der nicht nur die Funktion der Verwaltung garantiert, sondern auch der Repräsentation unserer Stadt gerecht wird", erklärt OB Franz Prechtl. (juh)

Gratis-Stunden für Übersiedler

Auch das ist eine Erscheinung, die mit dem Fall der Berliner Mauer und der damit verbundenen Reisefreiheit zu tun hat. Ein örtliches Nachhilfeinstitut bietet Kindern und Jugendlichen aus Familien von DDR-Übersiedlern ein Paket von zehn kostenlosen Unterrichtsstunden.

Die Begründung: Die jungen Leute müssten vor allem dringend Englisch lernen, weil in der DDR Russisch als erste Fremdsprache gelehrt werde. Das Angebot gelte jedoch auch für andere Fächer, hieß es. Der schulbegleitende Förder- und Nachhilfeunterricht für DDR-Übersiedler wird vom Sozial- bzw. Vertriebenenamt finanziell unterstützt. (juh)

Hilfe ist selbstverständlich

Weit über 10 000 DDR-Bürger haben nach letzten Rundfunkmeldungen am Wochenende die Möglichkeit genutzt, ihr Land über die Grenzen der Tschechoslowakei zu verlassen. Nachdem die DDR bereits eine Woche vorher den Visazwang für Reisen in die CSSR aufgehoben hatte, nutzten viele Bürger der DDR die Gelegenheit, um in den Westen zu kommen.

Sie wussten da noch nicht, dass es schon wenige Tage später überhaupt kein Problem mehr sein würde, ohne Beschränkungen von Ost nach West und wieder zurück zu reisen. So rollte ein Teil der Flüchtlingswelle auch nach Amberg. Hier mussten schnell und unbürokratisch Aufnahmelager für insgesamt 400 Personen geschaffen werden. Die Schweppermannkaserne stellte deshalb zwei Sporthallen für 300 Menschen und die Leopoldkaserne eine Turnhalle für insgesamt 100 Menschen zur Verfügung. (juh)

Im Bett versteckt

Seinen Ausgang aus der JVA wollte ein 33 Jahre alter Strafgefangener ganz geschickt zum Sprung in die Freiheit nutzen - er stellte sich dabei aber ziemlich doof an. Nachdem der Mann zur vereinbarten Zeit nicht in die JVA zurückgekehrt war, hefteten sich Polizeibeamte auf seine Fährte. Sie mussten nicht besonders lange suchen: Der Flüchtige konnte in der Wohnung einer Freundin aufgegriffen werden. Der unter Alkoholeinfluss stehende Mann hatte sich dort im Bett versteckt. Sein Weg führte umgehend zurück hinter Gitter. Einen Ausgang dürfte er so schnell nicht mehr bekommen haben. (juh)
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