Vor 25 Jahren
___ Es stand in der AZ ___

6900 Übersiedler

Rund 6900 DDR-Übersiedler waren von Anfang bis Mitte November 1989 zwölf Tage lang in den drei kurzfristig zu Notaufnahmelagern umfunktionierten Bundeswehr-Kasernen untergebracht. Rund 90 000 D-Mark und 630 Überstunden haben die DDR-Bürger die Standortverwaltung während dieser Zeit gekostet - dabei waren die Ausgaben für Überstunden noch nicht eingerechnet. "Würde man sie dazurechnen, käme man gut und gerne auf eine Gesamtsumme von 150 000 Mark", erklärte Regierungsinspektor Andreas Sächerl. (juh)

Parken auf Kräuterwiese

"Wir machen auf!" Mit diesen drei Worten machte Stadtbaudirektor Hans Dobmeier die Überraschung im Dezember 1989 perfekt: Auf Anfrage unserer Zeitung versicherte er nämlich, dass es vorläufig wieder 110 Parkplätze auf der Kräuterwiese gibt, wobei die Südseite im Erdgeschoss des Parkdecks und Plätze im Außenbereich zur Verfügung stehen würden. Seinen Informationen zufolge könne das Gelände vorerst einmal bis zum 14. Januar angefahren werden, wobei sämtliche Stellplätze zum Nulltarif zu haben seien. (juh)

Zum Betteln missbraucht

Trotz der vorweihnachtlichen Zeit war Mitleid in diesem Fall fehl am Platz: Gemeint waren die Frauen, die mit Kindern am Arm in der Fußgängerzone saßen und bettelten. Es handelte sich in der Regel um jugoslawische Staatsangehörige, die hier um Asyl nachgesucht hatten. Ihre Kinder - oder auch Leihkinder - nahmen sie dazu her, bei den Passanten besondere Aufmerksamkeit zu erwecken. Das Jugendamt sah darin nicht nur eine Gefährdung der Kinder, sondern auch einen Verstoß gegen die Sorgepflicht der Eltern. (juh)
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