Vor 25 Jahren
___ Es stand in der AZ ___

Millionen für Ammersricht

"Wachstumsgemeinde Ammersricht": Unter dieser Überschrift begrüßte OB Wolfgang Dandorfer Ende Juni 1990 rund 180 Zuhörer bei einer Bürgerversammlung in diesem Stadtteil. Der Rathauschef hob den "enormen Aufschwung" hervor, den Ammersricht in den vergangenen Jahren genommen habe. Als Beispiel führte er unter anderem die Mustersiedlung an, die als einzige in der Oberpfalz für rund 8,1 Millionen Mark entstanden sei. Allein die Erschließung dafür hatte laut Dandorfer 926 000 DM gekostet. Als "besonders erfreulich" wertete er auch die Sanierung der Schule, die mit rund 2,8 Millionen Mark zu Buche geschlagen hatte. In die Gas- und Wasserversorgung des Stadtteils seien ferner von 1988 bis 1990 1,35 Millionen DM gesteckt worden, listete der OB bei dieser "Leistungsbilanz" auf.

Polizei rundum zufrieden

Eine rundum positive Bilanz zog die Polizei nach dem Altstadtfest vor 25 Jahren. In ihrem Bericht hieß es damals, dass der Samstag "absolut ruhig verlaufen und kein einziger Einsatz zu verzeichnen war". Auch am Sonntag hatte sich das polizeiliche Einschreiten in Grenzen gehalten. So waren die Beamten der Inspektion am frühen Morgen zum Roßmarkt gerufen worden. Dort hatten zwei Pkw den fürs Altstadtfest geschaffenen Rollstuhlfahrerparcours zugeparkt. Die zwei Fahrzeuge mit amerikanischem Kennzeichen wurden abgeschleppt, berichtete die AZ, die leicht amüsiert anklingen ließ, dass die betreffenden Fahrer aus den USA wohl nicht die Amberger Zeitung mit dem entsprechenden Hinweis gelesen hatten. (juh)

Rinderwahn droht

Für ein generelles Einfuhrverbot von englischem Rindfleisch in die Bundesrepublik machte sich Ende Juni 1990 der Bayerische Bauernverband (BBV) stark. Nach Auskunft von Kreisobmann Franz Kustner grassierte nämlich in Großbritannien seit einiger Zeit der sogenannte "Rinderwahnsinn" - eine Gehirnkrankheit, die bereits 38 Prozent der Wiederkäuer auf der Insel infiziert hatte. Um zu verhindern, dass die Seuche nach Deutschland eingeschleppt wird, forderte der BBV Einfuhrbeschränkungen. Bis dahin war jedoch noch nicht bekannt gewesen, ob die Seuche beim Verzehr von infiziertem Fleisch auf den Menschen übertragen wird. (juh)
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.