Vortrag über Veränderungen in der Bestattungskultur
Neuer Trend: "I lou me amol verbrenna"

(std) Auf gravierende Veränderungen in der Trauer- und Bestattungskultur ist der gebürtige Chamer Professor August Laumer bei seinen Vorträgen, die er für Seelsorger des Dekanats Amberg-Ensdorf hielt, und bei einer öffentlichen Veranstaltung im Gasthaus Kummert eingegangen. Mit dem Referat reflektierte er die bereits zum vierten Mal ausgebuchten Exkursionen der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) zum Krematorium und Urnenwald in Hohenburg. In bayerischen Kommunen fänden aktuell zwischen 60 und 80 Prozent Urnenbeisetzungen statt, in den neuen Bundesländern gar über 90 Prozent.

"I lou me amol vobrenna" - dieses Zitat aus dem Volksmund, das er als Titel seiner Ausführungen gewählt hatte, beleuchtete er kritisch. Möglicherweise sei bei dieser Aussage zu wenig über die Rituale der Trauer nachgedacht worden oder das Problem der Grabpflege stehe zu sehr im Vordergrund. Während das kirchliche Gesetzbuch von 1917 den Katholiken eine Feuerbestattung strengstens untersagte, habe sich das nach dem Konzil und mit dem neuen CIC von 1980 geändert; allerdings empfehle das jetzt gültige Kirchenrecht die Erdbestattung. Ein Zuhörer kritisierte, dass man ein neues Urnengrab in Amberg nur noch am Waldfriedhof erwerben könne.
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