Votivprozession erinnert an die Pest von 1634
Gelübde ist erfüllt

Trotz Regens ließen es sich die Gläubigen aus allen Amberger Pfarreien nicht nehmen, in der Votivprozession am ersten Sonntag im Mai auf den Mariahilfberg zum Gnadenbild der Gottesmutter zu pilgern. Bild: ads
Selbst der Regen konnte sie nicht abhalten: Zahlreiche Gläubige aus den Pfarreien St. Georg, St. Martin, St. Michael, Hl. Dreifaltigkeit, Hl. Familie und St. Konrad zogen am Sonntag in einer Votivprozession zum Gnadenbild der Mutter Gottes auf den Mariahilfberg, um das Pestgelübde aus dem 17. Jahrhundert zu befolgen. Mit dem Pilgergottesdienst, der wegen des Regens in der Bergkirche gefeiert wurde, ist die diesjährige Wallfahrersaison an eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten der Oberpfalz eröffnet.

Die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit übernahm in diesem Jahr die Gestaltung des Gottesdienstes. Pfarrer Ludwig Gradl begrüßte eine große Schar an Gläubigen in der Bergkirche. Er zollte den Wallfahrern Dank, dass sie das Pestgelübde ernst genommen haben und trotz des Regens bei der Votivprozession mitmarschierten. Gradl erinnerte daran, dass die Amberger dieses Gelübde im Jahr 1634 abgelegt hätten, als die Pest hier gewütet habe. Das Gelübde sei damals erhört worden.

"Die Votivprozession ist ein Zeichen des Dankes an die Mutter Gottes für ihre Hilfe in der Not", machte der Geistliche bewusst. In seiner Predigt machte Pfarrer Gradl darauf aufmerksam, dass in den vergangenen Tagen und Wochen sehr viele Veranstaltungen gewesen seien, die sich auf das Ende des Zweiten Weltkriegs bezogen hätten. Auch in Amberg hätten sich die Menschen daran erinnert, dass Stadt und Bürger am Ende des Dritten Reiches vor großem Schaden bewahrt geblieben seien. So habe sich in den letzten Apriltagen 1945 für die Amberger ein Lichtstrahl am Himmel abgezeichnet.
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