Wahrzeichen des Brückenbaus

Nahezu unverändert hat die Steinerne Brücke in Regensburg die Jahrhunderte überstanden. Seit rund fünf Jahren läuft nun die Generalsanierung. Thema eines Lichtbildervortrags beim Historischen Verein. Bild: hfz

Die Steinerne Brücke (erbaut 1135 bis 1146) überspannt seit nunmehr 866 Jahren als die älteste, teilweise noch unverändert erhaltene romanische Steinbrücke in Deutschland die Donau. Seit 2010 läuft die Sanierung. Eine spannende Geschichte der Geschichte.

Die Steinerne Brücke stellt ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst in der Region dar und ein Denkmal von europäischem Rang, das es zu erhalten gilt. Alfons Swaczyna, ein gebürtiger Amberger und bis 2013 Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Regensburg, zeigt am Dienstag, 10. Februar, beim Historischen Verein den spannenden Weg von der Planung bis zu den seit 2010 laufenden Instandsetzungsmaßnahmen dieses einmaligen Bau- und Kulturdenkmals.

Sorge um das Wahrzeichen

Während seiner Dienstzeit hat sich Alfons Swaczyna Sorge um die Erhaltung des Regensburger Wahrzeichens gemacht. Er hat in Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten den Weg für die Erhaltung der Steinernen Brücke geebnet, die etwa 20 Millionen Euro Kosten wird und im Jahr 2017 abgeschlossen werden soll.

Eine grundlegende Entscheidung für den Erhalt des Denkmals war die zukünftige Beschränkung des Verkehrs auf der Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Oberste Prämisse in der Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden ist die denkmalgerechte, substanzschonende und behutsame Instandsetzung der Steinernen Brücke.

Damit die Niederschläge nicht mehr in das Innere der Brücke eindringen und Schädigungen hervorrufen können, erhält diese eine Art Dach in Form einer neuen Brückenoberfläche mit neuer Brüstung und einem ebenem Plattenbelag aus ostbayerischem Granit sowie einer Abdichtung des Mauerwerkes mit sicherer Ableitung des Niederschlagswassers. Die Rampenbrücke zum Oberen Wöhrd bekommt einen neuen filigranen Überbau, der auf die historischen Mauerwerkspfeiler aufgelegt wird.

Die Gesamtmaßnahme wird seit 2010 in vier Bauabschnitten unter Aufrechterhaltung des Fußgänger- und Radverkehrs auf einer Behelfsbrücke vorgenommen. Derzeit läuft der 3. Bauabschnitt mit der Instandsetzung der Bögen III bis V.

Zu dem Lichtbildervortrag über das bekannte mittelalterliche Brückenbauwerk lädt die Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung am Dienstag, 10. Februar, um 19.30 Uhr in das KEB-Bildungszentrum, Dreifaltigkeitsstraße 3. Gäste sind willkommen, die Teilnahme ist gratis.
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