Was das Ehrenamt alles kann

Pfarrer Joachim von Kölichen (stehend, Mitte) bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die das Leben in der Gemeinde wesentlich mitgestalten. Das Bild zeigt weiter (von links) Pfarrer Bernd Schindler, Kantorin Kerstin Schatz, Pfarrer Roland Böhmländer und Pfarrerin Heidrun Bock. Bild: gf

Im Herzen der Oberpfalz hatte Fränkisches Oberwasser - als Spezialitäten-Büfett und Zungenschlag. Ein Missionierungserfolg - für einen Abend.

Dda war es schon unverzichtbar geworden, dass Pfarrerin Heidrun Bock in die Rolle der Übersetzerin schlüpfte, um die Einheimischen nicht allzu arg zu verschrecken. Die Paulanergemeinde gab ihren Empfang für ehrenamtlichen Mitarbeiter in ihrem Gemeindehaus.

Gut 7500 Mitglieder zählt diese evangelische Gemeinde und etwa 300 davon engagieren sich für ihre Kirche in besonderem Maße. Sei es in der Gemeinde- und Jugendarbeit, im Chor, im Kirchenrat oder der Betreuung sozialschwacher Menschen. Deshalb, so Pfarrer Joachim von Kölichen, seien ehrenamtliche Mitarbeiter von so hoher Bedeutung.

Sie würden das Gemeindeleben vielfältig gestalten, unzählige Arbeitsstunden investieren und sich spürbar mehr als andere Mitglieder einbringen. Der Empfang solle "ein kleiner Dank sein", denn mit Geld könne diese Leistung nicht honoriert werden. Dazu sei eine Kirchengemeinde niemals in der Lage. Von Kölichen kündigte für diesen Abend "eine Reise ins Fränkische" an und meinte damit kulinarische Spezialitäten eines Büfetts. Auch die angehenden Konfirmanden hatten sich hier engagiert. In fränkischem O-Ton wandte sich Pfarrer Roland Böhmländer an die Runde. Denn seine Heimatsprache habe er noch nicht verlernt. Pfarrerin Heidrun Bock ergänzte, dass selbst angesichts dieses kulinarischen Angebots nach wie vor gelte, der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Deshalb setzte sie ein paar Grundkenntnisse in Frankenkunde oben drauf. "Grießt eich Godd" verstehe noch jeder und bei "hadds eich gschmeggd" gehe es darum, ob die Brotzeit gemundet habe. Böhmländer zitierte noch das politische Schwergewicht seiner Heimat und stimmte ihm eher ausnahmsweise einmal zu. Markus Söder, so die Überlieferung, soll gesagt haben: "Wenn wos fier Bayern gud woer, dann is gwieß aus Frangn kumma."
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