Wasser als Hausaufgabe

Es ist kein Plan, der in zehn Jahren umgesetzt werden muss, betonte Peter Fröhlich vom Wasserwirtschaftsamt. Vermutlich ginge das auch gar nicht. So ist das Konzept zur Gewässerentwicklung von Naturpark Hirschwald und Gemeinde Ammerthal vor allem eins: "Eine Aufgabenliste, an der man arbeiten kann".

Weil diese Aufgaben im Fall des Ammerbachs sowohl Amberg als auch Ammerthal betreffen, waren Gemeinderäte der Nachbarkommune Gäste des Amberger Bauausschusses: Im Saal der Stadtwerke informierten Siegfried Lösch und Beate Hiller vom Landschaftsarchitekturbüro Lösch sowie Peter Fröhlich vom Wasserwirtschaftsamt Weiden über das Konzept - mit dem aktuellen Zustand des Ammerbachs und ihren Verbesserungsvorschlägen (Blickpunkt) .

Fröhlich verwies auf gute Fördermöglichkeiten bei Maßnahmen zum Erhalt oder zur Verbesserung der Gewässergüte (45 Prozent für ökologische Maßnahmen, 30 Prozent für den normalen Unterhalt, außerdem weitere Fördermöglichkeit über die Landwirtschaftsverwaltung) und bat die Gemeinden darum, sich dafür zusammenzuschließen. Dies ginge beispielsweise über einen neuen Zweckverband. Noch besser wäre es aber, diese Aufgabe dem bereits existierenden Landschaftspflegeverband zu übertragen, "der sich auf Zuruf der Gemeinden der Dinge annimmt".

Bei der Umsetzung des Konzepts sind nach Fröhlichs Erfahrungen die Grundstücksverhältnisse der größte Konfliktpunkt, ein weiterer seien bereits genehmigte Nutzungen. "Wir empfehlen, sehr pragmatisch vorzugehen - und da anzufangen, wo es am einfachsten ist." Danach könne man schrittweise weitermachen.

Manches schon vorbildlich

Manche Dinge, so fügte der Fachmann hinzu, "wird man auch nicht lösen können, weil sie baulich so vertrackt sind, dass wir das kommenden Generationen überlassen müssen". Am Ammerbach und auch am Krumbach liefen ohnehin schon erste Maßnahmen, die vorbildlich seien. "Anderswo gibt es da mehr Defizite."

Bis 2021 sollte "der gute Zustand der Gewässer erreicht sein", gab Fröhlich als Zeitrahmen der EU vor, danach habe man aber noch weitere sechs Jahre Zeit. Wobei nicht klar sei, welche Sanktionen dann drohten.
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