Wasserweihe der russisch-orthodoxen Gemeinde
Heilende Wirkung

Rund 100 Liter Wasser in zwei großen blauen Tonnen weihte Pfarrer Viktor Wdowitschenko. Viele Mitglieder der russisch-orthodoxen Gemeinde am Bergsteig nahmen diese Aktion dankbar an. Bild: lev
Ungewöhnlich voll war am Montagvormittag die Baracke der russisch-orthodoxen Gemeinde am Bergsteig, die Gläubigen feierten eines der größten Feste im orthodoxen Kalender: die Taufe Christi. Dabei wird an den Empfang des Sakraments des Lebens im Fluss Jordan durch Johannes den Täufer erinnert.

In der Nacht auf Montag nahmen überall auf der Welt die russisch-orthodoxen Pfarrer das Ritual der Wassersegnung vor. Zum ersten Mal weihte heuer Pfarrer Viktor Wdowitschenko aus Regensburg auch das Wasser in Amberg. Dafür bereitete der Gemeindevorsitzende Konstantin Suvorov zwei große Tonnen mit insgesamt 100 Liter Fassungsvermögen vor; viele Gläubige hatten aber auch selbst Flaschen dabei.

Nach der Umwandlung wird die gewöhnliche Flüssigkeit zum Weihwasser und hat - so glauben viele - heilende Wirkung. Vielerorts wird es direkt in Flüssen oder Seen gesegnet.

In Russland pflegen immer mehr Gläubige den Brauch, in der festlichen Nacht in die bereits geweihten Fluten des Flusses zu tauchen, um sich so symbolisch zu reinigen.
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