Wehrdienst

In der Infanterie leistete man im Kaiserreich zwei Jahre Militärdienst, wurde dann entlassen und in die Reserve übernommen. Dort blieb man fünf Jahre. In dieser Zeit konnte der Wehrpflichtige zu zwei Übungen von bis zu acht Wochen Dauer einberufen werden. Danach - im Fall von Clemens Müller war das mit 27 Jahren - wurde er in die Landwehr 1. Aufgebots übernommen, wo er fünf Jahre blieb und maximal zwei 14-tägige Übungen absolvierte. Anschließend gehörte er bis zum 39. Lebensjahr der Landwehr 2. Aufgebots an, die keine Übungen mehr hatte. Ungediente Wehrpflichtige gehörten der Ersatz-Reserve oder dem Landsturm an und konnten im Kriegsfall bis zum 45. Lebensjahr eingezogen werden. (ll)
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