Weiherhammer will nicht

Das ist für den Verein mit erheblichen Kosten verbunden, wenn er nicht Recht bekommen sollte.

Seit dem 8. Juni - einen Tag nach dem letzten Relegationsspiel - tüftelt Kreisspielleiter Albert Kellner an den Spielplänen für die Saison 2015/16. "Ich bin ziemlich genervt", sagt er jetzt. Denn womöglich zieht sich die endgültige Einteilung noch Wochen hin.

Die beiden Kreisligen (Nord und Süd) stehen, auch die A-Klassen und die B-Klassen. Das Problemkind ist die Kreisklasse Süd - und von deren Mannschaftszuteilung sind auch die anderen Kreisklassen (Ost und West) abhängig: "Die TSG Weiherhammer hat Einspruch angedroht", erklärt Kellner.

Der Reihe nach: Zunächst schien alles klar, der Kreisspielleiter ordnete für die neue Saison aus dem Nordbereich die SpVgg Pirk der Kreisklasse Süd zu. "Ich habe vorab mit den Verantwortlichen gesprochen, sie haben ihr Einverständnis gegeben", sagte Kellner. Nach der Veröffentlichung der Eingruppierungen vor gut zwei Wochen kam der Rückzug, die SpVgg Pirk wollte nicht mehr im Süden spielen - und legte Einspruch ein. "Dem musste ich stattgeben, weil die Regularien des Bayerischen Fußballverbandes eine Einteilung nach geographischen Gesichtspunkten vorsehen", erklärt Kellner. In Absprache mit Bezirksspielleiter Thomas Graml und Bezirksvorsitzenden Max Karl sei der Wechsel von Pirk in die Kreisklasse Ost erfolgt.

Keiner antwortet

Damit war ein Platz in der Kreisklasse Süd frei - und Kellner ("Ich habe es mir nicht leicht gemacht") begab sich auf die Suche. "Ich habe alle Vereine, die in Frage kommen, angeschrieben. Aber keiner hat trotz der Aufforderung geantwortet. Also bin ich nach geographischen Punkten vorgegangen - und leider hat es Weiherhammer getroffen", sagt Kellner.

Einer müsse eben in den sauren Apfel beißen, damit ein geregelter Spielbetrieb erfolgen könne. Denn Kellner teilte die entsprechenden A- und B-Klassen so ein, dass möglichst viele Reserven Vorspiele von Reserve vor ihren ersten Mannschaft haben. "Das habe ich ganz gut hingebracht", erklärte Kellner, der mit einem gewissen Stolz darauf hinweist, dass in der vergangenen Saison keine Mannschaft aus dem Spielbetrieb genommen werden musste - weil sie wegen Spielermangel nicht antreten konnte. "Das erste Mal", betont Kellner, in den Jahren zuvor habe es immer das eine oder andere Reserveteam erwischt. "Weiherhammer hat keine Reserve, das ist ein weiterer Gesichtspunkt, den ich mit beachtet habe", erläutert der Kreisspielleiter.

Bis zum Verband

Aber die TSG will nicht: "Dann muss sich zuerst der Kreisspielausschuss damit beschäftigen, dann der Bezirksspielausschuss und womöglich der Verbandsspielausschuss, wenn Weiherhammer immer wieder Einspruch einlegt", ärgert sich Kellner. Dann könne sich diese "leidige Angelegenheit" bis zum 16. Juli hinziehen, da jeder Einspruch gewisse Fristen nach sich zieht.

Offensichtlich schreckt auch ein Punkt die TSG Weiherhammer nicht ab, den Kellner am Rande erwähnt: "Das ist für den Verein mit erheblichen Kosten verbunden, wenn er nicht Recht bekommen sollte."
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