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Vorstellung der Ergebnisse der weitgehend abgeschlossenen 250 000-Euro-Investition im kleinen Kreis: Die Stadtbibliothek soll ihren Besuchern mehr Aufenthaltsqualität bieten, indem eine intimere Raumatmosphäre geschaffen wurde. Bilde: Steinbacher

Was machen 5000 Amberger 200.000 Mal im Jahr mit 70.000 Dingen? Sie gehen in die Stadtbibliothek. Die hat sich deshalb für ihre Besucher gewaltig aufgehübscht.

(zm) Für einige Monate herrschte deshalb Umzugsstimmung zwischen den Regalen. Die Bücher mussten von einem ins andere Eck geräumt werden, um den Handwerkern Platz zu machen. Parallel lief der Betrieb provisorisch weiter. Einmal ging eine Woche gar nichts beim Publikumsbetrieb, hinter den verschossen Türen dafür aber umso mehr. Das Ergebnis stellte Bibliotheksleiterin Bettina Weisheit am Mittwochabend in kleinem Kreis vor.

Mehr Aufenthaltsqualität

Im Raseliushaus an der Zeughausstraße 1a sind außer der Stadtbibliothek noch die Volkshochschule sowie das städtische Referat für Kultur, Sport und Schulen untergebracht. Im Erdgeschoss eröffnete bisher eine automatische Flügeltüre aus Glas einen freien Blick auf die Bücherregale und sollte so zum Lesen einladen. Eine mit Schriftzügen lettristisch gestaltete Milchglasfolie setzt jetzt andere Akzente. Der Intimität wird Vorzug gegeben. Dieser konzeptionelle Ansatz zieht sich durch das ganze Bündel von Neuerungen, die mit der umfassenden Aufhübschaktion verbunden waren: dezente Wandfarben, ein schallschluckender, unaufdringlich dominierender, großflächiger Teppichboden mit Farbleitsystem, eine ausgeklügelte Beleuchtung auf dem Stand modernster LED-Technik und die Neugestaltung der Arbeitsplätze für die Beschäftigten.

Durchweg angetan

Bei einem Rundgang präsentierte Weisheit nun das Ergebnis, das auch eine Umgestaltung des Lesecafés im Erdgeschoss umfasste. Da dort ab und zu Lesungen oder Kleinkunst-Darbietungen stattfinden, gab es unter anderem einen neuen Bodenbelag, um die Akustik zu verbessern. Oberbürgermeister Michael Cerny, sein Stellvertreter Martin Preuß (beide CSU) und Dieter Mußemann, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion, zeigten sich angetan von dem neuen Gesicht, in dem sich die Stadtbibliothek nun präsentiert.

Rund 250.000 Euro, finanziert über zwei Haushaltsjahre, wurden investiert, führte noch Kultur- und Schulreferent Wolfgang Dersch aus. Das eine oder andere Detail, so die Bibliotheksleiterin, fehle noch, solle aber insgesamt gestalterisch dazu beitragen, die Bücherei auch als wohltuenden, zum Verweilen einladenden Raum zu gestalten.
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