Weltgebetstag macht auf Gewalt und Armut aufmerksam
Bahamas sind für Frauen kein Paradies

Raigering. (mey) In über 170 Ländern wurde am Sonntag der Weltgebetstag gefeiert. In Stadtgebiet fungierte der Frauenbund Aschach-Raigering als Ausrichter und durfte alle Zweigvereine, die Kümmersbrucker Nachbarn und die Frauen aus den evangelischen Gemeinden Ambergs zur Mitfeier einladen. Zum Motto "Begreift ihr meine Liebe?" hatten Christinnen von den Bahamas einen ökumenischen Gottesdienst entwickelt, in dem sie die Sonnen- und Schattenseiten ihrer Lebenssituation darstellen. Dort ist Gewalt gegen Mädchen und Frauen allgegenwärtig.

In Raigering wiesen die Frauen im Wortgottesdienst auf die schwierige Lage auf den Bahamas hin. Wie es hieß, werden Mädchen und Frauen bei Bildung und Berufsausübung benachteiligt, es gebe massive körperliche und sexuelle Gewalt. Viele Mädchen müssten, wenn sie ungewollt schwanger werden, in großer Armut leben, sofern sie keine Unterstützung ihrer Familien bekommen. Während der Lesung (Johannes 13,1-17) führten Frauen aus den evangelischen Pfarreien anhand der Fußwaschung vor, dass Jesus alle Menschen liebt - er sagte: "Ein Diener ist nicht größer als sein Herr und ein Bote nicht größer als sein Auftraggeber." So wollten die Frauen beim Wortgottesdienst auch Zeichen setzen und spendeten für die Frauen auf den Bahamas über 700 Euro. Damit können Projekte gefördert werden, die Mädchen und Frauen stärken und die dazu beitragen, dass die Welt gerechter wird.

Dr. Elfriede Schießleder, Vorsitzende des Frauenbund-Landesverbandes, appellierte an alle Mitglieder, den Weltgebetstags-Gottesdienst mitzufeiern und sich so an der weltweiten Verbundenheit im Gebet zu beteiligen. Die für den Gottesdienst ausgearbeiteten Lieder spielte Christian Farnbauer an der Orgel.
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