Weltweiter Aktionstag mit Amberger Beteiligung
Mit Muskelschwund hat MS nichts zu tun

Die Diagnose ist ein Schock: Wer erfährt, dass er an Multipler Sklerose erkrankt ist, sieht sich vor dem geistigen Auge im Rollstuhl sitzen und zum Pflegefall werden. Dank neuer Therapien können viele Betroffene ihr Leben aber selbstständig meistern. Da nicht jeder weiß, was sich hinter der chronischen Entzündung des zentralen Nervensystems verbirgt und die Abkürzung MS fälschlicherweise oft mit Muskelschwund in Verbindung gebracht wird, gibt es seit sechs Jahren den Welt-MS-Tag. Die Aktion soll dabei helfen, die noch immer unheilbare Krankheit zu erklären und die Patienten in den Mittelpunkt zu rücken

Der Amberger MS-Abendtreff beteiligt sich und bietet am Mittwoch, 27. Mai, von 10 bis 15 Uhr an der Krambrücke wertvolle Informationen rund um Multiple Sklerose an. Alleine in Bayern wird die Zahl der Betroffenen auf über 15 000 geschätzt, davon leben laut Ellen Galle, die die hiesige Selbsthilfegruppe leitet, 260 im Stadtgebiet und Landkreis Amberg-Sulzbach. Die Ambergerin erklärt in einer Mitteilung: "Multiple Sklerose ist nicht heilbar, nicht ansteckend und wird nicht vererbt."

MS treffe alle Altersgruppen und gesellschaftliche Schichten. Sie äußere sich bei jedem Patienten anders und nehme unterschiedlichste Verläufe. Problematisch ist laut Galle der sprunghafte und unvorhersehbare Verlauf der Krankheit. Meist tritt Multiple Sklerose im jungen Erwachsenenalter auf - in der Regel zwischen 20 und 40 Jahren. Betroffene können sich an eine der sieben Beratungsstellen in Augsburg, Bayreuth, Nürnberg, Passau, Regensburg, Rosenheim und Würzburg wenden.
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