Wenn an der Vils die Bombe tickt

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) der Stadtverwaltung unter der Leitung von Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko (Mitte) spielte das Übungsszenario eines Bombenfundes im Stadtgebiet durch. Bild: hfz

Wie schnell aus einer Übung Realität werden kann, zeigen die Schlagzeilen der vergangenen Tage: "Bombe in Regensburg - über 5000 Bewohner evakuiert" oder "Weltkriegsfund entschärft". Diese Szenarien sind auch in Amberg denkbar.

Ein Krisenstab probte jetzt einen solchen Ernstfall. Die Regierung der Oberpfalz rief dazu die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) der Stadt zusammen. Regelmäßige Übungen sollen die reibungslose Zusammenarbeit als wichtige Grundlage für einen gemeinsamen Einsatzerfolg verbessern, hieß auch diesmal die Zielvorgabe.

Zur Bewältigung der Aufgaben im Katastrophenfall, zum Beispiel bei einem Bombenfund, Hochwasser, Waldbrand, Flugzeugabsturz oder einem Unwetter richtet die Stadt einen Krisenstab ein. Dieser setzt sich aus Beschäftigten der Verwaltung zusammen und wird lageabhängig erweitert durch Mitarbeiter anderer betroffener Behörden und Einrichtungen, durch Vertreter der an der Katastrophenbewältigung beteiligten Einsatzorganisationen und durch Sachverständige. Die FüGK stellt so laut Pressemitteilung sicher, dass alle Maßnahmen der Behörden, Dienststellen, Organisationen und Einsatzkräfte, die am jeweiligen Fall mitwirken, aufeinander abgestimmt sind. Im fiktiven Szenario mit der Regierung wurde der Fund einer Bombe am Vilsufer angenommen.

Zur Entschärfung musste daher die Evakuierung in einem Radius von 1200 Metern vorbereitet werden. Dabei fielen neben rund 2400 Bewohnern auch die Justizvollzugsanstalt, Teile der Firma Siemens und die Feuerwache am Schießstätteweg mit dem Stützpunkt für den Krisenstab selbst in das Räumungsgebiet. Tatsächlich evakuiert wurde natürlich niemand - die Übung ging überwiegend "auf dem Papier" beziehungsweise in der Integrierten Leitstelle an der Gasfabrikstraße über die Bühne. Was nicht heißt, dass zumindest telefoniert und alle nötigen Verbindungen dafür hergestellt wurden.

Die Führungsgruppe leitete Dr. Bernhard Mitko, Referatsleiter für Umwelt, Verbraucherschutz, Ordnung und Recht. Als beteiligte Kräfte waren Vertreter der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, der Amberger Polizei und der Justizvollzugsanstalt in die Übung mit eingebunden, die nach Auskunft der Stadtpressestelle erfolgreich und ohne Pannen verlief.
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