Wer nicht will, der muss nicht

Heuer soll es eine Neuauflage des Amberger Adressbuchs geben. Wer nicht hinein will, der muss widersprechen.

Auch diesmal erstellt dieses Nachschlagewerk die Münchner Adressbuchverlagsgesellschaft Ruf und gib es in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung heraus. "Seit Dezember sind Verlagsmitarbeiter in Amberg unterwegs, um mit Unternehmen, Geschäften und Freiberuflern ihre redaktionellen Einträge zu besprechen", teilte Thomas Graml von der städtischen Pressestelle mit.

Laut Graml ist es der Stadt gestattet, der Firma Ruf Auskünfte über Vor- und Familiennamen, Titel und Anschriften aller Einwohner zu erteilen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. "Dies gilt jedoch nicht für den Fall, dass dieser Veröffentlichung im Vorfeld widersprochen wurde oder im Melderegister eine Auskunftssperre eingetragen ist", betonte Graml. Bürger, die bis jetzt noch nicht Widerspruch eingelegt haben, im neuen Adressbuch jedoch keinen Eintrag wünschen, haben die Möglichkeit, im Vorfeld das Publizieren ihrer persönlichen Daten zu verhindern.

Das Widerspruchsrecht kann folgendermaßen geltend gemacht werden: entweder schriftlich und formlos bei der Stadt, Einwohneramt, Postfach 2155, 92 211 Amberg; oder persönlich und per Formblatt in der Schalterhalle des Einwohneramtes, Hallplatz 4. Stichtag ist Freitag, 27. Februar.

Gleiches gilt für Gewerbetreibende, die im Adressbuch ebenfalls nicht erwähnt werden wollen. Sie werden gebeten, ihren Widerspruch schriftlich an die Stadt Amberg, Amt für Umwelt und Ordnung, Postfach 2155, 92 211 Amberg, zu richten oder direkt im Amt in der Herrnstraße 1-3, 2. Stock, Zimmer 202, persönlich vorzusprechen. Ein Formblatt für die Übermittlungssperre von Gewerbedaten wird im Internet unter www.amberg.de/rathaus/formulare unter dem Stichpunkt Gewerbe zur Verfügung gestellt.

Wer einem Eintrag bereits bei der Herausgabe der letzten Adressbücher nicht zugestimmt hat, braucht freilich keinen neuen Antrag zu stellen. Graml: "Diese Übermittlungssperre ist nach wie vor gültig und bleibt dies auch so lange, bis sie schriftlich wieder zurückgenommen wird." Die Vereine, die in das Adressverzeichnis aufgenommen werden, schreibt der Verlag Ruf für einen Datenabgleich an. Vereine, die nach dem Mai 2011 gegründet worden sind, können ihre Kontaktdaten melden: schriftlich an die Stadt Amberg, Pressestelle, Postfach 2155, 92 211 Amberg; per Fax an die 0 96 21/10-203; per Mail an pressestelle@amberg.de
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