Werkvolk schreibt gute Zahlen

Den Vorstand und den Aufsichtsrat des Werkvolks bilden (von links) Edmund Hummel, Ewald Fiegert, Marianne Gutwein, Johann Fröhlich, Dagmar Kierner, Wolfgang Erb und Elfriede Schenkl. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Lutz Wittig (rechts) geehrt. Bild: gf
Lokales
Amberg in der Oberpfalz
18.06.2015
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Genossenschaftliche Solidarität mit ortsansässigen Familien und unzähligen Flüchtlingen: Das war vor 66 Jahren ausschlaggebend für die Gründung des Wohnungsbau und Siedlungswerks Werkvolk. Und diese Solidarität gilt bis heute.

Als Beispiele dafür zählte Vorstandsvorsitzende Dagmar Kierner bei der Mitgliederversammlung die gut funktionierenden Hausgemeinschaften, die Hilfe für Ältere oder Behinderte sowie die Kinder- und Seniorenbetreuung auf. Sie kam auch auf den demografischen Wandel zu sprechen: Die Bevölkerung schrumpfe, der Anteil der 60- bis 71-jährigen in Bayern werde aber bis 2035 auf 21 Prozent steigen.

Knapp 90 Millionen Euro

Den Bilanzwert der mit Wohn- oder Gewerbeeinheiten bebauten Grundstücke gab Kierner mit über 69 Millionen Euro an. Das entspreche einem fast dreimal so hohen Verkehrswert. Sie nannte auch den Wert der unbebauten Grundstücke, der technischen Anlagen, der Betriebs- und Geschäftsausstattung: über 660 000 Euro. Die gesamten Sachanlagen ergeben ihren Worten nach über 70 Millionen Euro. Die Bilanzsumme zum Jahresende 2014 betrug laut Kierner nahezu 90 Millionen Euro.

Das Eigenkapital sei durch mehr als 700 000 Euro Bilanzgewinn auf mehr als 29 Millionen Euro gestiegen. Dies entspreche einem Eigenkapitalanteil am Gesamtvermögen von 32,5 Prozent. Aus den Hausbewirtschaftungen seien knapp 15 Millionen Euro erzielt worden, trotz einiger aufwendigen Komplettrenovierungen bei Beendigung von Mietverhältnissen. Bei den Ausgaben nannte Kierner die Betriebskosten (3,1 Millionen Euro) und Instandhaltungskosten (4 Millionen Euro) als größte Posten bei der Hausbewirtschaftung.

Notwendig gewesen seien Wärmedämmung an Dachgeschoss- und Kellerdecken, Badsanierungen, Renovierungen von Treppenhäusern, Anstriche für Fassaden, neue Fahrrad- und Müllhäuser, Brandschutzmaßnahmen sowie Erneuerungen von Außenanlagen. Die Werkvolk-Tochtergesellschaften (Kindergarten und Wohnungsbau und Siedlungswerk Dienstleistung) hätten zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Dem Personal (19 Voll- und neun Teilzeitkräften) und dessen Engagement und Ideenreichtum sei der Erfolg der Genossenschaft zu verdanken, betonte Kierner.

Erfolgreiches Geschäftsjahr

Das letzte Geschäftsjahr sei erfolgreich gewesen, unterstrich Aufsichtsratsvorsitzender Johann Fröhlich. Auf die Genossenschaftsanteile werde eine Dividende von fünf Prozent ausgeschüttet. Als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende wurde Marianne Gutwein im Amt bestätigt.

Den Vorstand des Wohnungsbau und Siedlungswerks Werkvolk e.G. bilden Dagmar Kiener und Wolfgang Erb. Dem Aufsichtsrat gehören Johann Fröhlich, Marianne Gutwein, Ewald Fiegert, Edmund Hummel und Elfriede Schenkl an. Auf 50-jährige Mitgliedschaft beim Werkvolk können Lutz Wittig Marianne Meier und Manfred Pohl zurückblicken.
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