Wettlauf gegen die Zeit

Diese hervorragenden Ergebnisse sind nur möglich, weil wir in unserem Traumazentrum ein eingespieltes Team haben.

Für Schwerverletzte zählt bei der Rettung und Behandlung jede Sekunde. Deshalb hat das Klinikum St. Marien für Polytrauma-Patienten, also Menschen mit mehrfachen und schweren Verletzungen, ein regionales Traumazentrum geschaffen.

Dort arbeitet laut einer Pressemitteilung des Klinikums St. Marien das Spezialistenteam rund um Leiter Dr. Robert Bauer Hand in Hand, um Patienten im Notfall möglichst schnell und optimal zu versorgen. Ein Konzept, das funktioniert, wie der Jahresbericht des Deutschen Traumaregisters für 2014 bescheinigt: Demzufolge weist das zertifizierte Traumazentrum von St. Marien hervorragende Ergebnisse bei der Rettung und Behandlung von Polytrauma-Patienten auf.

"Besonders erfreulich für uns - im Klinikum sind weniger Polytrauma-Patienten verstorben als dies aufgrund ihrer Verletzungsschwere zu erwarten gewesen wäre", so Dr. Robert Bauer, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. "Diese hervorragenden Ergebnisse sind nur möglich, weil wir in unserem Traumazentrum ein eingespieltes Team haben", erklärt Bauer. "Es gibt feste und klar definierte Abfolgen, nach denen wir bei der Primärversorgung der Schwerverletzten vorgehen." So wisse jeder immer genau, was zu tun sei. "Das hilft, die Abläufe zu beschleunigen und damit die Überlebenschancen unserer Patienten zu verbessern."

Moderner Schockraum

Neben Checklisten für einzelne Arbeits- und Behandlungsschritte gibt es im Traumazentrum des Klinikums außerdem feste Ansprechpartner in den verschiedenen Fachkliniken, die rund um die Uhr erreichbar sind. Hubschrauberlandeplatz, ein hochmoderner Schockraum und ein schnelles, hochauflösendes CT (Computertomogramm), das eine rasche und präzise Diagnostik ermöglicht, stellen nach Angaben von Bauer zudem sicher, dass Unfallopfer schnell und bestens versorgt werden können. "Unser Ziel ist es, die Zeitspanne von der Einlieferung schwerstverletzter Patienten bis zur operativen Versorgung weiter zu verkürzen." Damit dies gelinge, lasse man seine Abläufe auch immer wieder von externen Unabhängigen prüfen und zertifizieren.

Noch bessere Versorgung

Damit diese hohen Standards flächendeckend greifen, hat sich das Traumazentrum mit anderen Kliniken zum Traumanetzwerk Oberpfalz zusammengeschlossen. Für Patienten bedeute das eine noch bessere Versorgung im Notfall. Denn dann beginnt der Wettlauf gegen die Zeit.
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