"Wie hätten wir wählen sollen?"

Die Maltesergaststätte hätte doppelt so groß sein müssen. Aber selbst dann wäre es bei der Hauptversammlung des Tierschutzvereins eng geworden. Mehr als 300 der 1044 Mitglieder wollten wissen, wie es nach dem Rücktritt des Vorsitzenden Theo Schmaußer weitergeht. Die Frage bleibt vorerst unbeantwortet.

Amberg. (tk) Die Verantwortlichen des Tierschutzvereins mussten am Donnerstagabend eine Entscheidung treffen. Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass nur etwa die Hälfte aller Gäste in die Maltesergaststätte passte (wir berichteten). Die mit Spannung erwartete Jahreshauptversammlung fiel aus, ein neuer Termin soll laut CSU-Stadtrat und Beiratsmitglied Helmut Weigl spätestens in der zweiten Februar-Woche feststehen. Die Tagesordnung werde wegen der Ladungsfrist wohl erst Ende Februar oder Anfang März abgearbeitet werden können. Laut Weigl dann wahrscheinlich im ACC: "Aufgrund des zu erwartenden Andrangs gibt es da wenig Alternativen."

Juristisch alles korrekt

Sich auch aus Kostengründen für die Maltesergaststätte entschieden zu haben, ist für Schatzmeisterin Dr. Burglinde Dausch, Ehefrau des kommissarischen Vorsitzenden Professor Dr. Dieter Dausch, nur logisch: "Wir sind da Stammgast." Mit einem derartigen Ansturm habe keiner gerechnet. Auch im Namen ihres Mannes, der gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, rechtfertigt die Kassenwartin die Entscheidung, die Versammlung zu verschieben: "Wie hätten wir wählen sollen? Das wäre gar nicht gegangen." Bernhard Mitko, ranghöchster Rechtsexperte im Rathaus, sieht es nicht anders: "Es wäre juristisch nicht in Ordnung gewesen, die Versammlung unter diesen Umständen durchzuführen." Denn alle, die teilnehmen möchten, müssten die Chance dazu haben.

Wie ein Unternehmen

Die Personalien sind laut Burglinde Dausch derzeit aber nicht das Wichtigste, sondern der Tierschutz mit seinen Themen wie der neuen Katzen-Quarantäne-Station und den engen Hundeboxen. Tierärztin Elisabeth Hötter relativiert. Der Verein sei mittlerweile wie ein Finanzunternehmen zu führen: "Es muss budgetiert und bilanziert werden. Wir brauchen betriebswirtschaftlich gute Leute." Ohne dabei den Tierschutz aus den Augen zu verlieren. (Kommentar)
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.