"Wir machen einfach kein Tor"

Drei Niederlagen in der Regionalliga, dazu das Aus im Pokal: Für den FC Amberg ist es bisher ein trüber September. Dem nächsten Gegner der Rost-Elf ergeht es allerdings auch nicht viel besser.

Die Tabelle der Fußball-Regionalliga Bayern wird schön langsam begradigt. Am Mittwochabend setzte sich die Bundesliga-Reserve des FC Bayern München gegen den TSV Buchbach mit 3:0 durch und rückte auf den zweiten Platz vor. Der Abstand zum Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg beträgt nun noch acht Punkte, wobei die Münchner zwei Partien weniger ausgetragen haben. Sollten die "kleinen Bayern" die Begegnungen bei der SpVgg Greuther Fürth II (13. Oktober, 18.30 Uhr) und zuhause gegen Unterhaching (5. Dezember, 14 Uhr) gewinnen, würden sie sogar bis auf zwei Zähler an Regensburg herankommen.

Spitzenspiel in Regensburg

Apropos "klein": Die "kleinen Löwen" des TSV 1860 München sind am Samstag, 26. September, um 14 Uhr beim FC Amberg zu Gast - eine Premiere in der Vereinsgeschichte der Amberger und erneut eine richtungsweisende Partie für die Elf von Trainer Timo Rost. Zeitgleich kommt es in der Continental-Arena in Regensburg zum Spitzenspiel zwischen dem SSV Jahn und dem Tabellenvierten SV Wacker Burghausen, während der 1. FC Nürnberg II als Dritter den FC Memmingen zu Gast hat.

Im Stadion am Schanzl treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in den vergangenen Wochen das gleiche Schicksal teilten. "Gut gespielt, die Partien dominiert und am Ende nicht wirklich erfolgreich gewesen" - auf diesen Nenner lässt sich das Abschneiden des FC Amberg und des TSV 1860 München II bringen. Wobei die "kleinen Löwen" um Trainer und Ex-Profi Daniel Bierofka am Donnerstag vor einer Woche zuhause gegen den FC Augsburg beim 1:1 nach zwei Niederlagen gegen Regensburg (0:1) und Schweinfurt (0:1) zumindest einen Teilerfolg landeten. Einmal mehr entpuppte sich dabei die Augsburger Reserve als Angstgegner für die Münchner. "Wir haben druckvoll begonnen, Augsburg ist dann durch die einzige Torchance vor der Pause in Führung gegangen. Vorne machen wir nichts rein, hinten sind wir einmal unaufmerksam", haderte der 36-jährige Bierofka mit der Konzentration seiner Spieler. "Nach der Gelb-Roten Karte gegen Augsburg haben wir zu früh die Brechstange ausgepackt."

Quartett kehrt zurück

"An der Chancenauswertung müssen wir arbeiten - dann klappt es auch wieder mit dem Sieg", gibt der Löwen-Trainer als Marschroute für das Spiel in Amberg aus. Der zuletzt gesperrte Emanuel Taffertshofer kehrt in den Kader zurück, auch Andreas Scheidl und Angelo Mayer (beide grippaler Infekt) und Felix Weber (muskuläre Probleme) sollten wieder zur Verfügung stehen. Fehlen wird hingegen Abwehrspieler Lucas Genkinger, der sich gegen Augsburg einen Mittelfußbruch zuzog.

Auch der FC Amberg muss neben dem verletzten Andreas Graml auf einen weiteren Akteur verzichten: Junior Torunarigha kassierte beim 0:1 gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth die Gelb-Rote Karte und somit eine Sperre für ein Spiel. Was aber, ähnlich wie beim TSV 1860 München II, besonders ärgerlich für den FC Amberg war, ist die Tatsache, dass man trotz Überlegenheit aus Bayreuth nichts Zählbares mit in die Oberpfalz nehmen konnte.

"Es ist bitter, wenn man in den letzten drei Partien die bessere Mannschaft war, aber keine Punkte holt. Wir machen im Moment einfach kein Tor. Bayreuth hat aus dem Nichts eines erzielt und so gewonnen. Wir müssen jetzt an unseren Schwächen arbeiten, um wieder Zähler einfahren zu können", gibt FCA-Trainer Rost seinen Jungs mit auf dem Weg.

Ein Weg, der nach zuletzt einem Unentschieden gegen den FC Augsburg II und den darauffolgenden drei Niederlagen gegen Unterhaching, Illertissen und Bayreuth nun gegen die "kleinen Löwen" endlich wieder von Erfolg gekrönt sein soll und angesichts der engen Tabellenkonstellation dringend notwendig wäre.
Weitere Beiträge zu den Themen: FC Bayern (6868)SpVgg (24098)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.