Wir müssen nur wollen
Angemerkt

Wer im Internet den Suchbegriff Jesiden eingibt, erhält in erster Linie Meldungen aus dem vergangenen Jahr. Damals war die Welt geschockt, als Terroristen Jagd auf Mitglieder der christlichen Glaubensgemeinschaft machten.

Wer im Archiv der Amberger Zeitung nach dem Wort Jesiden Ausschau hält, stößt auf einen Bericht vom 8. August 2008. Damals hatte der Arbeitskreis Migration und Jugend bekanntgegeben, eine interkulturelle Woche organisieren zu wollen. Ein Programmpunkt: Begegnung mit Jesiden. Im Text musste erklärt werden, wer sich dahinter verbirgt: "Jesiden fliehen aus dem Irak, weil sie wegen ihrer Religion verfolgt werden."

Als niemand wissen konnte, dass eines Tages die Organisation Islamischer Staat Christen abschlachten wird, hatten die Amberger längst erkannt, dass das interkulturelle Zusammenleben eine neue Dimension erfahren wird. Konkret waren das die Caritas, der Bürgertreff, der Jugendmigrationsdienst, die städtische Jugendarbeit, der Sozialdienst katholischer Frauen, das Bergsteig-Stadtteilbüro und das Evangelisch-Lutherische Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Jetzt ist es Aufgabe der Bürgerinitiative, den Weg weiterzugehen. Sprecher Michael Geiss hat recht. Jeder kann mithelfen. Wir müssen nur wollen.



Polizeibericht Hemmungsloser Verkehrsanarchist

Amberg. (zm) Zu seiner persönlichen rechtsfreien Zone hat offenbar ein 20-Jähriger aus Erlangen den Straßenverkehr erklärt. Ins Netz ging er der Polizei am Samstag um 1.49 Uhr. Auf dem Altstadtring hatten die Beamten zu einer nächtlichen Geschwindigkeitskontrolle angesetzt und zwischen dem Maxplatz und der Eglseer Straße bei einem Pkw mit Erlangener Kennzeichen ein Tempo von 107 Stundenkilometern gemessen. Innerorts. Das Auto wurde gestoppt.

Bei der Kontrolle "gab der 20-jährige Fahrer gegenüber den Polizeibeamten schriftlich falsche Personalien an", heißt es zu dem Vorfall im Pressebericht der Inspektion weiter. Doch damit kam der junge Mann nicht durch. Die Polizisten fanden "nach umfangreichen Ermittlungen die richtigen Personalien" heraus. Dieser Umstand förderte außerdem zutage, dass der 20-Jährige noch nie einen Führerschein besessen hat. Damit ist so viel zusammen gekommen, dass eine Fahrerlaubnis für den nächtlichen Ring-Raser in weite Ferne rücken dürfte. Die Vorwürfe lauten: mehr als doppelt so schnell wie erlaubt, kein Führerschein, Angabe von falschen Personalien und Urkundenfälschung.
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