WLAN-Zuckerl für die Gäste
Angemerkt

Für Gäste, die durch die Altstadt schlendern, ist das Symbol für freies WLAN auf dem Handy wie das Schoko-Bonbon auf dem frisch bezogenen Hotelbett: Eine nette Aufmerksamkeit, ein Komfort, mit dem so manch Besucher vielleicht gar nicht gerechnet hat. Eine Stadt, die das Logo mit dem Schriftzug "liebenswerteste Stadt Deutschlands" auf ihre Briefköpfe drucken lässt, sollte auf öffentlichen Plätzen auch kostenlosen Internetzugang anbieten.

Es ist Zeit geworden für die Hotspots entlang der Bahnhofstraße und auf dem Marktplatz. Hoffentlich klinken sich viele Geschäftsinhaber und Bürochefs in die Aktion ein, so dass das Stadtzentrum schon bald mit einem flächendeckenden Angebot aufwarten kann. Das freie Internet bietet ja nicht nur eine Spielwiese für planloses Surfen, sondern einen Mehrwert vor allem für jene, die sich über die Altstadt und deren Angebote informieren wollen - und damit auch für die Gewerbetreibenden.

Die Sache hat nur einen Haken: Die Zahl der Leute, die während des Flanierens in der Fußgängerzone unablässig auf die Smartphones starren, wird wahrscheinlich steigen. Gut möglich, dass die Stadt dann irgendwann mal neben den Streifen mit dem glatten Pflaster zwei WLAN-Spuren einführen muss. Eine in Richtung Malteserplatz, die andere hinauf zum Bahnhof. Womit es noch mehr Verkehrsbrennpunkte in der Stadt gäbe. Aber das ist jetzt wieder eine andere Geschichte.

uli.piehler@zeitung.org

Im Blickpunkt Brave Fans aus Schweinfurt

Amberg. (upl) Keinen Grund zum klagen gab es am Samstag auf dem Sportgelände am Schanzl. Der FC Amberg hat vom Spiel gegen den FC Schweinfurt nicht nur einen 4:1-Sieg davongetragen, sondern durfte sich auch über das tadellose Betragen der mitgereisten Fans freuen. Die Polizei hatte auf die Schweinfurter Schlachtenbummler ein wachsames Auge, seit sie in Regensburg bei der Partie gegen den Jahn ordentlich randaliert hatten (AZ berichtete).

"Es gab keinerlei Vorkommnisse", zog die Einsatzzentrale der Polizei am Sonntag Bilanz. "Es waren auch nur relativ wenige Fans aus Schweinfurt da." Von den rund 900 Zuschauern im Schanzl-Stadion dürften etwa 100 aus Unterfranken angereist sein. Die Polizei hatte sich für das Spiel vorsorglich Unterstützung geholt. So waren am Samstag rund um das Sportgelände und am Bahnhof auch Beamte der Bundespolizei im Einsatz.
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