Wo ein Gauschießen noch zieht

Die Preisträger und Funktionäre (von links): Oberschützenmeister Wolfgang Sennfelder, Wolfgang Auerbacher, Norbert Hoffmann, Gerhard Herbst, Julia Helgert, Gerhard Singer, Magdalena Hierl, Johannes Bühler und Gauschützenmeister Heiner Fraunholz. Bilder: dop (2)

Zum 90-jährigen Bestehen sahen es die Neumühler Schützen als ihre vornehme Pflicht an, das 63. Amberger Gauschießen auszurichten. Der Erfolg gab ihnen recht. Das ist beileibe nicht mehr überall so, beklagte der Landessportleiter.

Bei der Preisverleihung des 63. Gauschießens, das die Schützengesellschaft (SG) Neumühle anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens ausgerichtet hatte, verwies Oberschützenmeister Wolfgang Sennfelder im voll besetzten Saal der Vereinsgaststätte Inzelsperger auf ein reges Interesse an diesem Wettbewerb.

Mit 378 Teilnehmern, die an die Schießstände getreten waren, sei das Turnier "sehr erfolgreich" gewesen. Die Verantwortlichen hätten daher beschlossen, die ausgelobten Preise aufzustocken. Landessportleiter Ludwig Mayer lobte in seinem Grußwort die Bereitschaft der SG Neumühle, allen Unkenrufen zum Trotz die Ausrichtung des Gauschießens auf sich genommen zu haben. Dies sei nicht selbstverständlich, da immer weniger Vereine "dieses Wagnis" auf sich nehmen würden. Deshalb würden in einigen Gegenden des Oberpfälzer Schützenbundes keine Gauschießen mehr stattfinden. Er beglückwünschte die SG deshalb ausdrücklich, anlässlich ihres Vereinsjubiläums diesen Wettbewerb erfolgreich über die Bühne gebracht zu haben.

Attraktive Schießstände

Gauschützenmeister Heiner Fraunholz führte unter anderem die angesichts von 378 Startern unter Beweis gestellte Attraktivität dieses Wettbewerbs auf die ansprechenden Schießanlagen des Vereins und ein gut angenommenes Begleitprogramm zurück. Fraunholz attestiert vor diesem Hintergrund der SG, "ein sportliches Aushängeschild im Gau" zu sein. Zudem werde gute Jugendarbeit geleistet, und die Integration der älteren Mitglieder in den Schießsport funktioniere reibungslos.

Im Anschluss nahm Wolfgang Sennfelder die Siegerehrung vor: Er beschränke sich auf die Verlesung der jeweils zehn Besten jeder Kategorie. Ausgeschossen wurden je eine Festscheibe sowohl für die allgemeine Klasse als auch für Aufgelegt-Schützen. Darüber hinaus gab es die Kategorie Meisterscheibe mit Zehntel-Ringwertung zusätzlich für die Jugendschützen ab dem Jahrgang 1999. Da bei der Meistbeteiligung jeweils zwei Vereine auf dem dritten Platz gelandet waren, wurde beschlossen für beide einen Preis auszugeben.

Bier statt Pokalen

Edelweiß Hohenkemnath habe sich mit 28 Teilnehmern das 50-Liter-Fass Bier "ehrlich erkämpft". Für die Jordanschützen SG Amberg (26 Teilnehmer) gab es 30 Liter Bier. Mit je 20 Teilnehmern gingen 20 Liter sowohl an die SG Lauterhofen wie an Freischütz Karmensölden. Bei den Jugendlichen war die SG Kleinraigering mit neun Teilnehmern am stärksten vertreten, die Sportschützen Schmidmühlen brachten sechs Jugendliche an den Stand. Mit je drei jugendlichen Startern hatten die Jugendleiter der SG Lauterhofen und der SG Paulsdorf aufgewartet und dafür einen finanziellen Zuschuss ergattert.
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