Zehn ausgezehrte und kranke Jungtiere ausgesetzt
Spaziergänger findet Karton voller Katzen

Der Tierschutzverein wird die zehn jungen, ausgemergelten und kranken Katzen wieder aufpäppeln. Sachspenden in Form von Futter etwa, werden nicht zuletzt deshalb jederzeit vom Tierheim entgegengenommen. Bild: Steinbacher
Für Ingrid Mallmann, Schriftführerin des Tierschutzvereins, ist es eine immer wiederkehrende traurige Gewissheit: "Jetzt hat sie wieder begonnen, die Zeit, in der unzählige Katzenbabies als ,Findlinge' im Tierheim landen." Als Beweis kann sie auf den vergangenen Sonntag verweisen.

Zehn noch recht junge, in nur einem Karton zusammengepferchte Tiere wurden bei der Auffangstation abgegeben. Sie waren nur wenige Wochen alt, litten an Katzenschnupfen und waren "in jämmerlichem Zustand". Gefunden hat sie ein Passant am Waldrand entlang des Radweges von Fiederhof nach Fuchsstein. "Nur zufällig", schreibt Mallmann, "entdeckte der Hundebesitzer den Umzugskarton, in den man gnädigerweise Luftlöcher gebohrt hatte". Die Tierschützerin ist sich sicher, dass die jungen Katzen inzwischen tot wären, hätte sie der Mann nicht in die Tierheimstraße 1 in Ursensollen gebracht.

Bei den gefundenen Tieren handelt es sich um sieben männliche und drei weibliche Exemplare. Sie "waren extrem ausgehungert und durstig, die drei kleinsten schon sehr geschwächt", heißt es in der Mitteilung. Aufgrund des festgestellten unterschiedlichen Alters handelt es sich wohl um Jungtiere aus mindestens zwei Würfen. Die kleinsten dürften fünf, die größeren acht bis zehn Wochen alt sein. Sie werden nun im Tierheim wieder aufgepäppelt, um dann nach Möglichkeit ein neues Zuhause (Infos: 09621/8 26 00) zu finden. Der Tierschutzverein nutzt diesen Vorfall zu einem Appell an alle Katzenhalter, die eigenen Tiere kastrieren zu lassen.
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