Zeichnerin und Grafikerin Kristiana Slawik stellt bis Mitte Oktober in Amberg aus
Sie hat eine klare Linie

Kristiana Slawik zeigt in Amberg Buchillustrationen und frei entstandene Grafiken. Bild: lev
"Ich bin keine Malerin, ich bin Zeichnerin, Grafikerin. Ich arbeite nicht mit der Fläche, sondern mit der Linie." Präzise Linien konnten die Besucher der Galerie Bilderbücher bei der Eröffnung der Ausstellung von Kristiana Slawik entdecken. Die Werke sind voraussichtlich bis Mitte Oktober zu sehen.

Die freischaffende Künstlerin erwarb ihr Diplom in Essen an der Folkwang-Hochschule als Buch- und Presse-Illustratorin. Danach ging sie für einige Jahre nach Granada. Daran erinnert sich Kristiana Slawik besonders gern: "Es waren Künstler aus aller Welt da, und jeder brachte die Technik seines Landes mit." Genau in dieser Zeit arbeitete sie sich auch in den Tiefdruck ein. Nach der Rückkehr nach Deutschland ließ sich Slawik im oberbayerischen Murnau nieder. Sie illustriert Bücher, ist aber auch als freie Künstlerin tätig.

Bei ihren Arbeiten lässt sich die Grafikerin durch Musik, Architektur oder auch die Natur inspirieren. Bei den Naturgrafiken ist es Kristiana Slawik wichtig, den Kreislauf der Natur darzustellen. Denn alles sei ein Geben und ein Nehmen - diese Botschaft möchte sie auch in ihren Buchillustrationen rüberbringen.

Slawik hat bereits über 40 Druckerzeugnisse bebildert. Die Palette reicht dabei vom Kinderbuch bis zum Hummel-Fachlexikon. "Ich habe damals zwei Kartons mit präparierten Hummeln aus dem naturhistorischen Museum London bekommen, um sie und ihre Farben ganz genau wiederzugeben zu können.", erinnert sich die Zeichnerin.

Das Spannendste und Schwierigste bei der Arbeit als Buchillustratorin sei es, "die Sprache der Buchstaben und Wörter in die Sprache der Bilder zu übersetzen" und sich dabei an die strikten Vorgaben des Verlages zu halten.

Es gibt nicht nur schöne und frohe Botschaften in den Bildern von Kristiana Slawik. Siehe "Die Bäume der Zukunft": Hier sind nur Strommasten dargestellt. Der Künstlerin ist daran gelegen, in seinem Wesen Erschreckendes ästhetisch wiederzugeben: "Es ist nicht schwierig, hässlich zu zeichnen. Ich möchte aber, dass trotz der erschreckenden Botschaft das Bild für das Auge schön bleibt."
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