"Ziehen Konzept durch"

"Oben mitspielen". Das Ziel ist vorsichtig formuliert. Eigentlich möchte der TC Amberg am Schanzl am Saisonende "ganz oben" stehen. Für die Rückkehr in die 2. Bundesliga braucht es aber auch Glück - doch auf das will sich der sechsmalige deutsche Meister nicht mehr verlassen.

(frü) Drei vergebene Matchbälle von Olivier Rochus besiegelten 2012 den Abstieg aus der 1. Bundesliga - wegen des knapp schlechteren Satzverhältnisses gegenüber den punktgleichen Krefeldern. Im vergangenen Jahr besiegten die Amberger in der 2. Bundesliga Meister 1. FC Nürnberg und Vize Pforzheim - und mussten nach drei unglücklichen 4:5-Niederlagen trotzdem runter.

"Das waren zwei äußerst unglückliche Abstiege", sagt Florian Grammer vom Schanzl-Vorstand. Dennoch werde man in der am Samstag, 4. Juli, beginnenden Regionalliga-Saison das "Konzept mit den überwiegend jungen Spielern durchziehen." Fest eingeplant sind die Eigengewächse Sebastian Wagner (23), Albert Wagner (22) und Christopher Patzanovsky (17). Ebenso "Mr. Schanzl" Jan Hajek (31), der seit zwölf Jahren für die Amberger spielt und seit dieser Saison nicht mehr auf der ATP-Tour unterwegs ist.

Für die übrigen Plätze stehen die Österreicher Pascal Brunner (26), Maximilian Pongratz (24) und Sebastian Stiefelmeyer (23) zur Verfügung, wie auch der Russe Alexander Mozgovoy (20) und Roman Vögeli (20) aus Tschechien. "Für die Regionalliga haben wir ein sehr gutes Team. Schauen wir mal, wer uns schlägt", gibt sich Trainer Richard Vogel kämpferisch, der, sollte sich auf den vorderen Plätzen jemand verletzten sollte, zwei weitere Trümpfe hat: Die neue Nummer eins Henri Laaksonen (ATP-Platz 289), einen 23-jährigen Finnen mit Schweizer Pass, und den litauischen Daviscup-Spieler Lukas Mugevicius (20/ATP 590). "Von der Meldeliste her sicher eine der besten Mannschaften der Liga", sagt Vogel. Doch: "Leistung allein reicht nicht. Um aufzusteigen, brauchst du auch Glück."

Schwerer Auftakt

Neben Vorjahres-Meister TC Rot-Weiß Landshut, der auf den Aufstieg verzichtete, rechnet der Schanzl-Trainer Vogel den SV Wacker Burghausen und die SpVgg Hainsacker zu den Titelfavoriten. Ausgerechnet gegen diese beiden starten die Amberger in die Saison. "Wir wissen, dass Burghausen aufsteigen will. Wir wissen, dass Hainsacker eine sehr gute Mannschaft hat", sagt Florian Grammer. "Da werden wir gleich am ersten Wochenende sehen, wohin die Reise geht."
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