Ziel heißt Zwischenrunde

Das Löwenrudel fiebert dem Saisonstart in der Eishockey-Landesliga entgegen. Bild: brü

Veränderte Einteilung der Gruppen und ein neuer Modus in der Eishockey-Landesliga. Das verspricht mehr Spannung, auch für den ERSC Amberg - aber einfacher wird es deshalb keineswegs.

Für die Löwen beginnt am Freitag, 9. Oktober, mit der Auswärtspartie beim EHC 80 Nürnberg die Spielzeit 2015/16. Und die Amberger sind durchaus ambitioniert, da sind sich die Verantwortlichen einig. Das erste Etappenziel ist mit dem Erreichen der Zwischenrunde bis Weihnachten klar formuliert. Dort kämpfen dann die zwölf besten Landesligateams um den Einzug in die Play-offs.

Mit Ex-Oberligist Erding

Wieder sind auch neue Mannschaften am Start, der bekannteste Vertreter davon in der Gruppe des ERSC: Mit den Erding Gladiators kommt - wie auch schon im Vorjahr Schweinfurt - eine Mannschaft, die zuletzt noch in der Oberliga um Punkte kämpfte. Auch die Oberbayern mussten sich, wie Schweinfurt, aus wirtschaftlichen Gründen neu orientieren und bekamen wegen ihrer seit Jahren außerordentlich guten und intensiven Nachwuchsarbeit quasi eine "Wild-Card" für die Landesliga. Damit hat man aber schlagartig den Vereinen, die an die Bayernliga anklopfen wollen, eine vielleicht zu große Hürde vor die Nase gesetzt, denn die Gladiators dürften mit ihrem verbliebenen Kader der Topfavorit der Landesliga sein - und zwar nicht nur in der Amberger Gruppe.

Clubs wie Schweinfurt, Passau, Schongau oder Dingolfing haben damit einen besonderen Konkurrenten bekommen. Ein Fingerzeig wird da schon einmal das kommende Wochenende mit der Partie Erding gegen Schweinfurt. Die Wahrheit wird aber wieder einmal auf dem Eis liegen - und vielleicht mischt dann jemand mit, den noch keiner so richtig auf dem Zettel hat.

Ersatz aus Weiden

Beim ERSC ist man bestrebt, an die guten Leistungen der Vorsaison anzuknüpfen. Und das ist den Schwarz-Gelben auch zuzutrauen. Ohne personelle Änderungen ging es aber auch bei den Ambergern nicht ab. So sind Pruett, Söllner, Bogner, Behmer und Kress nicht mehr im Kader, auch Torhüter Lukas Stolz, der in Thüringen studiert. Für ihn hat man mit Oliver Engmann vom EV Weiden einen sehr starken Nachfolger gefunden, der zudem noch mehr Erfahrung aufweist. Marco Gäck soll nach einem inaktiven Jahr die Abwehr stabilisieren und die "Neuen" wie Florian Wrobel, Adrian Persch oder Nachwuchsspieler Daniel Troglauer passen als Typen gut in die Mannschaft. Spürbare Verstärkungen könnten David Rybka und Andreas Hampl werden, um die sich der Verein schon seit einiger Zeit sehr bemüht und bis zum Ende der Transferperiode die Spielgenehmigungen zu erhalten versucht.

Die Vorbereitung lief weitgehend zufriedenstellend, wenngleich Stefan Ponitz gerne seinen gesamten Kader eingesetzt hätte: "Wenn dir bei den Tests mit Flamik und Bartels zwei der besten Leute verletzt fehlen, kannst du halt viele Sachen nicht austesten", grantelt der Coach, der aber auch weiß, dass die beiden großen Stützen normalerweise keine Anlaufprobleme haben. Ponitz lässt keinen Zweifel daran, dass er mit seinem Team die Zwischenrunde erreichen will - wobei das Verletzungspech sich natürlich nicht einnisten sollte.

"Nicht bremsen"

Ins gleiche Horn stößt Mustafa Sugle, für den der Kader "gut aufgestellt ist", auch wenn der Vorsitzende gerne noch die zwei angesprochenen Wunschspieler hätte. Sugle erwartet eine relativ ausgeglichene Gruppe, was aber eher ein Vorteil ist, "weil sich die anderen dann gegenseitig die Punkte nehmen". Den Schlüssel zur Zwischenrunde sieht Sugle in der Heimstärke, "und da sind natürlich die Zuschauer gefragt, die uns zahlreich und lautstark unterstützen müssen, damit die Punkte an der Vils bleiben". Und in der Zwischenrunde? "Da würden wir von Spiel zu Spiel schauen - aber das Team sicher nicht bremsen", meint der Vorsitzende.
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