Ziel Nummer eins ist erreicht

Der kopfballstarke Amberger Innenverteidiger Julian Ceesay (links) bleibt Sieger gegen den Memmelsdorfer Rechtsverteidiger Johannes Wolfschmidt (Mitte), beobachtet vom Amberger Mittelfeldspieler und Torschützen zum 2:0, Christian Knorr (rechts). Bild: Ziegler

Mit dem 3:0 gegen das Bayernliga-Schlusslicht Memmelsdorf hat der FC Amberg die gewünschten 60 Punkte erreicht - 62 sind es bereits. Was als Nächstes auf der Wunschliste steht, bleibt noch offen. "Wir freuen uns jetzt erst einmal", sagt Trainer Timo Rost.

Auf dem Papier war die Partie zwischen dem FC Amberg und dem SV Memmelsdorf eigentlich ja schon vorher entschieden. Das Spiel bestätigte dann auch das, was in einem mit David gegen Goliath vergleichbaren Duell zu erwarten war: Der FC Amberg setzte sich mit 3:0 (2:0) klar gegen den Tabellenletzten durch. "Der Sieg ist natürlich verdient, aber das war ziemlich glanzlos und wenig berauschend", gab FC-Coach Timo Rost nach der Partie dann auch zu.

Das hilft Memmelsdorf zwar jetzt auch nicht unbedingt, aber da hatte man vorher schon nicht an ein Wunder geglaubt. "Es war klar, dass wir chancenlos sein würden. Bei uns fehlt einfach das Niveau für die Bayernliga. Ich kann meinem Team aber keinen Vorwurf machen", zeigte sich Gästetrainer Rolf Lamprecht nach Abpfiff nur wenig enttäuscht. Der hatte sein Team im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen umgebaut, Timo Rost sogar auf drei: Für Alexander Jobst, Kai Hempel und Benjamin Werner rückten Andreas Graml, Michael Dietl und Christian Knorr in die Partie. Amberg tat sich schwer zu Beginn, auch wenn man grundsätzlich das Spiel dominierte. Nach gut 20 Minuten wurde dem FC ein Tor von Tobias Wiesner wegen Abseitsposition aberkannt, da hielten sich die Proteste auch in Grenzen.

Mehr Diskussion - wenn auch von den Gästen ausgehend - gab's in der 29. Minute, als Sven Seitz in den Strafraum zog und dort gefoult wurde, zumindest aus Sicht von Schiedsrichter Gezim Rasani. Michael Plänitz verwandelte den fälligen Straßstoß zum inzwischen verdienten Führungstreffer (30.). Kurz danach hätte Tobias Wiesner auf 2:0 erhöhen können, wurde aus bester Position aber entscheidend gestört.

Doch noch vor der Pause entschieden die Gastgeber das Spiel: Nach einer Flanke von Andreas Graml wurde der Schuss von Sven Seitz noch abgeblockt, Marco Wiedmann traf die Latte und den Abpraller setzte Christian Knorr artistisch mit schöner Direktannahme ins lange Eck zum 2:0 (42.).

Nach Wiederanpfiff drückte der FC noch mal aufs Gaspedal, hatte bis zur 60. Minute vier gute Chancen durch Christian Knorr, Michael Dietl, Julian Ceesay und Marco Wiedmann - am Ende fehlten allerdings immer ein paar Zentimeter. Diese Nachlässigkeit wäre von den Gästen, die offensiv kaum existent waren, einmal dann doch fast ausgenutzt worden. Andreas Graml verschätzte sich im Laufduell, was die Memmelsdorfer zu zweit vor das Amberger Tor brachte - doch dann bügelte Graml seinen Fehler wieder aus und rettete knapp vor der Linie.

Den Deckel endgültig drauf machte der eingewechselte Marco Seifert dann per Kopf in der 75. Minute. Mit dem Sieg hat der FC Amberg auch die vor der Spielzeit als Ziel ausgegebenen 60 Punkte durchbrochen.

Neue Ziele setzen oder bekanntgeben wollte Timo Rost aber auch nach dem Spiel gegen Memmelsdorf nicht: "Wir freuen uns jetzt erst einmal darüber, dass wir dieses Ziel fünf Spieltage vor Schluss erreicht haben. Wir wollen natürlich nicht abrutschen und oben dranbleiben, aber das Team hat jetzt verdient, dieses Ziel erst mal zu feiern."

Am Donnerstag geht's zum SC Eltersdorf. Vergleiche mit David und Goliath verbieten sich dann aber.
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