Zu Ehren des Großmeisters

Begegnung am Rande der Eröffnung des Seligsprechungs-Verfahrens in Rom: Kardinalpatron des Souveränen Malteserordens, Raymond Leo Kardinal Burke (rechts), mit den Amberger Vertretern der Malteser in der Diözese, Carsten-Armin Jakimowicz (Mitte) und Wanda Szumlewski. Bild: jac

Zwei Amberger Malteser repräsentieren die Diözese Regensburg in Rom bei der feierlichen Eröffnung des Seligsprechungs-Verfahrens ihres verstorbenen Ordensgroßmeisters Andrew Bertie.

1300 Angehörige des Souveränen Malteserordens kamen in Rom zusammen, um der Eröffnung des Seligsprechungs-Verfahrens des verstorbenen Großmeisters Andrew Bertie beizuwohnen. Unter ihnen waren mehr als 300 Vertreter der Malteser aus allen deutschen Bistümern. Die Diözese Regensburg vertraten Carsten-Armin Jakimowicz, Notfallseelsorger und hiesiger Stadt- sowie Kreisbeauftragter des Malteser-Hilfsdienstes, sowie dessen Büroleiterin Wanda Szumlewski.

Die Anhörung zum Auftakt des Seligsprechungs-Verfahrens fand in der päpstlichen Erzbasilika San Giovanni in Laterano statt. Vorausgegangen war ein Pontifikalamt in der Lateranbasilika, dem der Kardinalpatron des Souveränen Malteserordens, Raymond Leo Kardinal Burke, vorstand. Es ist das erste Seligsprechungs-Verfahren eines Malteser-Großmeisters nach dem Gründer des Ordens, dem Seligen Gerhard. "Sie sind aus 35 Ländern angereist, um mit uns unsere Zuneigung und unsere Hochachtung für einen außergewöhnlichen Menschen von tiefer Spiritualität zum Ausdruck zu bringen. Dafür möchte ich Ihnen allen danken", so Großmeister Fra' Matthew Festing. "Dies zeugt von der besonderen Verehrung für diesen vom Orden und Ihnen so geliebten Großmeister. Ein wahres Zeugnis der vox populi."

In seiner Ansprache erinnerte Festing an das intensive spirituelle Leben, das Fra' Andrew Bertie geführt habe, und seine enorme Wissbegier, die Antrieb für ihn gewesen sei. "Vor allem jedoch war es seine Hingabe an Gott und die Armen und Kranken, die seinen Weg erhellte", so der Großmeister. Sein Vorgänger sei ein "Reformer" und "Modernisierer" gewesen, stets bemüht, junge Menschen für den Orden zu gewinnen.

Die Eröffnung des Seligsprechungs-Verfahrens fand unter dem Vorsitz von Agostino Kardinal Vallini, Generalvikar des Papstes für die Diözese Rom, statt. Der Prozess wird in Klausur fortgesetzt. Bereits am Vorabend waren die deutschen Malteser von Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, dem Präsidenten der Deutschen Assoziation des Malteserordens, in Rom willkommen geheißen worden. Daran schloss sich ein geistlicher Vortrag durch den Präfekten der Glaubenskongregation und ehemaligen Regensburger Diözesanbischof, Gerhard Ludwig Kardinal Müller, an.
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