"Zu Hause eine Macht werden"

Zweikampf am ersten Spieltag: Verteidiger Thomas Götz von den Sportfreunden Ursulapoppenricht (links) gegen Benjamin Hendel (vorne) vom 1. FC Schlicht. Nun steht das Rückspiel an. Bild: Ziegler

Frischer Wind beim 1. FC Schlicht, und der soll möglichst den Sportfreunden aus Ursulapoppenricht entgegenblasen. Denn mit diesen hat Schlicht noch eine Rechnung offen.

Anstoß zur zweiten Hälfte in der Kreisklasse Süd, wobei die Platzverhältnisse befürchten lassen, dass ein Anstoß nicht überall stattfindet. An der Spitze der Liga hat sich die DJK Ammerthal II eingenistet und sich vier Punkte Vorsprung erarbeitet. Der zweite Anzug des Bayernligisten gastiert beim SV Köfering, der sich trotz wichtiger Abgänge im Mittelfeld der Liga platziert hat und am letzten Spieltag den SV Kauerhof, immerhin Tabellendritter, mit 7:1 weggefegt hat.

Vier Punkte zurück haben sich der ASV Haselmühl und der SV Kauerhof auf den Verfolgerplätzen eingenistet. Der Aufsteiger aus dem Vilstal gastiert beim SV Etzelwang, der den Sprung in obere Gefilde durch ein paar Niederlagen in den letzten Partien verpasst hat und im Mittelfeld residiert. Gerade "dahoam" ist der SV Etzelwang immer wieder zu großen Taten fähig. In der Herzogstadt erwartet der SV Kauerhof den TSV Königstein, der ebenso wie die Hausherren zum Saisonstart erst langsam in die Gänge kam, bei einem Auswärtserfolg seinen Gastgebern aber auf die Pelle rücken kann.

Das Mittelfeld der Liga führt die SpVgg Ebermannsdorf an, die vier Zähler hinter dem Verfolgerduo und acht Punkte hinter der DJK Ammerthal II postiert ist. Will sich der Aufsteiger noch einmal ins Gespräch bringen, braucht er dazu natürlich eine Serie. Das wird aber eine schwere Aufgabe, denn die SpVgg gastiert beim SV Illschwang/Schwend, der nur drei Punkte weniger als der Neuling an Land ziehen konnte, und mit 19 Gutschriften derzeit jenseits von Gut und Böse residiert. Bei einem Heimdreier könnte das Team aus dem Birgland einen Rang im gehobenen Mittelfeld eintüten. Die Reserven der Bezirksligisten SV Hahnbach und SV Raigering treffen sich. Der Gastgeber hat durch den Heimsieg erstmal die größten Sorgen verscheucht, ist aber mit seiner Platzierung unter den letzten Fünf nicht am Zenit seiner Wünsche eingetroffen. Dies gilt aber erst recht für die Reserve der Panduren, die auf einem direkten Abstiegsplatz steht und den auch bei einem "Dreier" nicht verlassen könnte. Punktesammeln ist also gerade das oberste Gebot.

Das gilt ganz besonders für die SG DJK/FC III Amberg, die in 13 Spielen 12 Mal als Verlierer das Feld verlassen musste. Da macht sich schon Enttäuschung breit, aber gegen den FC Rieden, der in den letzten Spielen nicht mehr häufig punkten konnte, müsste unbedingt ein Erfolgserlebnis her.

Der Rennweg in Schlicht freut sich auf das nächste Sechs-Punkte-Spiel, wenn der 1. FC den Aufsteiger aus Ursulapoppenricht erwartet, der ebenfalls gut aus den Startblöcken kam (Hinspiel 4:3 für SFU), aber auch immer wieder mal Lehrgeld zahlen musste. Die Gastgeber haben seit wenigen Tagen mit Marco Barile einen neuen sportlichen Leiter, der aber beim 1. FC kein Unbekannter ist: Elf Jahre schnürte er seine Stiefel für den Verein, dann war er auch schon vier Jahre als sportlicher Leiter aktiv, ehe er als Spieler zum SV Sorghof wechselte, dann die DJK Seugast für zwei Jahre trainierte und in der jüngeren Vergangenheit wieder bei den kleinen Indianern aushalf und bei den Alten Herren spielte. Fünf wichtige Abgänge musste der FC Schlicht vor der Saison verkraften. So sieht der neue sportlich Verantwortliche auch viel Arbeit, um einiges auf eine professionellere Schiene zu bringen und die Mannschaft in Absprache mit dem Coach Marek Vit auch zu verstärken. Aber Barile sieht auch viele positive Aspekte: "Mit dem Sieg in Rieden hat eigentlich niemand gerechnet." Das Team habe genügend Substanz und spielerische Qualitäten, um den Ligaerhalt in trocken Tücher zu bringen, obwohl die Abgänge von Schecklmann, Kraus, Zippe, Bäumler und Alas schmerzen. Gegen die Sportfreunde werden Matthias und Florian Siegler fehlen. Aber: "Wir wollen zu Hause eine Macht werden", gibt Barile die Devise aus.
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