Zu viel Latte, zu viel Pfosten

Der routinierte Amberger Linksaußen Tobias Hirsch (vorne am Ball) hat sich gegen zwei Buckenhofener Gegenspieler durchgesetzt und erzielt einen Treffer für die HG Amberg. Bild: Ziegler

"Mehr Spitzenspiel geht nicht", dachten sich die über 300 Zuschauer in der GMG-Dreifachturnhalle, die für eine rekordverdächtige Bezirksliga-Kulisse sorgten. HG Amberg gegen SV Buckenhofen oder Zweiter gegen Erster. Nach der Partie sagte HG-Trainer Roland Schmid: "Abgerechnet wird zum Schluss."

Der Tabellenführer aus Buckenhofen (13:1 Punkte) erwischte bei der HG Amberg (12:0) den besseren Start. Die mit Fanbus-Unterstützung angereisten Gäste aus Oberfranken profitierten von einigen überhasteten Abschlüssen der HG, und der starke Gast sicherte sich eine 5:2-Führung. Die hochmotivierte HG kämpfte sich aber zurück in die Begegnung und lag nach einem verwandelten Strafwurf von Tobias Hirsch zum 10:9 nach knapp 20 Minuten erstmalig in Front. Als die Amberger dann auch noch eine doppelte Unterzahl nach zwei Glanzparaden von Torhüter Martin Feldbauer unbeschadet überstanden hatten, und Tim Schräder sogar auf 11:9 erhöhte, schien alles in Richtung der HG zu laufen. In der Schlussphase vergaben die Hausherren aber frei stehend einige "Hundertprozentige", da zum wiederholten Male Pfosten oder Latte Buckenhofen vor einem höheren Rückstand retteten. Sache mit dem Holz war eine der Geschichten der unterhaltsamen Partie: Während die HG ein gutes Dutzend Mal das Spielgerät ans Gehäuse warf, mussten die "Buckis" im Spielverlauf nur zwei Pfostentreffer verzeichnen. Statt einer möglichen HG-Führung mit drei Toren hieß es zur Pause nur 12:12.

Nach dem Seitenwechsel wogte die Partie hin und her, bis sich Buckenhofen - auch aufgrund des deutlichen Zeitstrafenplusses bei der HG - nach rund 40 Minuten auf 18:15 absetzte. Bis zum 21:22 blieben die beiden Oberliga-Absteiger und Aufstiegskonkurrenten auf Augenhöhe, doch in der Schlussphase lief alles zugunsten der Gäste. Holztreffer und Unterzahlsituationen sorgten dafür, dass Buckenhofen die letzten sieben Treffer der Partie erzielte. Insgesamt war der 28:21-Sieg der "Buckis" verdient, auch wenn er einige Tore zu hoch ausgefallen war. "Wir werden alles daran setzen, uns im Rückspiel zu revanchieren", kommentierte ein enttäuschter HG-Coach Roland Schmid die erste Saisonniederlage.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Marx; Feld: Strasser (5), Hirsch (5/4), Kührlings (4), Klee, Schräder, Turner (je 2), Wagner (1) Andersch, Gschrei, Streber.
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