Zuerst auf die Ohren

Mit Schlaginstrumenten aller Art wollen die "Jalapenos" beim ersten Heimspiel des ERSC Amberg den Zuschauern einheizen. Bild: Hartl

Der ERSC Amberg empfängt die Mighty Dogs Schweinfurt, und das erste Spiel ist gleich eines der schwersten: Denn der Gegner würde eigentlich zwei Ligen höher spielen.

Gleich im ersten Spiel der Saison in der Eishockey-Landesliga steht für den ERSC Amberg ein echter Kracher auf dem Programm. Gegner am Sonntag, 12. Oktober, um 18.20 Uhr ist der alte Rivale aus Schweinfurt. Da ist jede Menge Stimmung zu erwarten und von den Rängen wird noch zusätzlicher Takt geschlagen. Ab etwa 18 Uhr sorgen die "Jalapenos Percussion" für ein Aufwärmprogramm der besonderen Art im Stadion.

Weg frei für Weiden

Die Trommel-Rhythmusgruppe aus Amberg wird außerdem in den Drittelpausen Stücke aus ihrem Repertoire vortragen - da gibt es für die Zuschauer einiges auf die Ohren. Auf dem Eis werden die Spieler des ERSC ohnehin schon scharf genug auf die ersten Punkte in der Landesliga sein. Man ist sich aber durchaus bewusst darüber, dass für etwas Zählbares schon vieles optimal laufen muss. Die Mighty Dogs spielten in der vergangenen Saison immerhin noch zwei Klassen höher. Die Unterfranken hatten sportlich eigentlich die Oberliga erhalten, zogen aber wirtschaftlich einen Schlussstrich, wie schon zur Saison 2005/06 - und machten so den Platz für den eigentlich abgestiegenen EV Weiden frei.

Natürlich suchten sich die Top-Spieler über den Sommer andere Vereine, aber gut ein halbes Dutzend Akteure blieb und der Kader wurde vornehmlich aus der eigenen 1b-Mannschaft aufgefüllt, die ja als Nachrücker für den Landesligaplatz gesorgt hatte. In der Vorbereitung gelangen den Mighty Dogs Achtungserfolge gegen Lauterbach und die Frankfurter Junglöwen, aber auch gegen Höchstadt (0:3, 1:6) spielten sie gut mit. Trainer Stephen Heckenberger bevorzugt das schnörkellose, körperbetonte Eishockey und lobte zuletzt vor allem den Teamgeist seiner Spieler, die mindestens von einem Fanbus begleitet werden. Im Löwen-Umfeld ist man gar nicht unglücklich darüber, dass man gleich in der ersten Partie voll gefordert wird und einen offenen Schlagabtausch erwarten kann. Trainer Stefan Ponitz würde gerne seine Wunsch-Reihen aufbieten, aber da machen schon die Strafen aus den Testspielen einen Strich durch die Rechnung: Philipp Dürr, Marco Gäck und vor allem Boris Flamik werden schmerzlich vermisst.

Hoffnung bei Bartels

Dazu sorgten die Verletzungen von Simon Bogner und Florian Bartels für Sorgenfalten auf der Stirn des Trainers. Für Bogner wird es wohl nicht reichen, aber Bartels, in der Vorbereitung Dreh- und Angelpunkt im Angriff, sollte zur Verfügung stehen. Vom Rest, die aufs Eis gehen werden, ist der Coach überzeugt und so herrscht nach einer ansprechenden Vorbereitung, die das Selbstvertrauen enorm stärkte, immer noch eine kleine Portion Skepsis vor dem ersten Bully der Saison.
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