Zukunft des Bürgerspitalgeländes: Europaweite Ausschreibung ist beendet
Mehrere Investoren zur Hand

Noch ist der Würfel nicht gefallen, aber immerhin gibt es einen Fingerzeig, wohin die Reise bei der Wiederbelebung des Bürgerspital-Areals geht. Am Montag um 10 Uhr endete die Abgabefrist der europaweiten Ausschreibung zum Verkauf des Geländes. Investoren hatten sechs Wochen lang Zeit, bei der Stadt Interesse anzumelden und grob zu skizzieren, wie sie das rund 5000 Quadratmeter große Gelände in der Altstadt entwickeln würden.

Laut Stadt-Sprecherin Susanne Schwab hätten sich sowohl regionale, als auch überregional und sogar EU-weit tätige Investoren gemeldet. Eine konkrete Zahl nannte sie jedoch nicht. Schwab: "Derzeit werden die eingereichten Unterlagen auf die Einhaltung der formalen Kriterien überprüft." Oberbürgermeister Michael Cerny erklärte, er erwarte sich von dem Investoren-Wettbewerb einen "signifikanten Beitrag zur Lebendigkeit, Vielfalt und Attraktivität in unserer schönen Altstadt". Der Rathauschef weiter: "Deshalb werden wir die eingereichten Vorschläge genau prüfen und bewerten, bevor wir gegenüber dem Stadtrat eine Empfehlung aussprechen."

Um die Auswahl auf eine möglichst breite Basis zu stellen, hatte die Stadt Neuland betreten: Zum ersten Mal wählte sie bei der Investorensuche für ein derartiges Objekt den Weg der europaweiten Ausschreibung. Die Interessenten mussten noch keine fertigen Pläne vorlegen, ihr Vorhaben aber zumindest modellhaft skizzieren. Außerdem verlangte die Stadt ein grobes Nutzungskonzept, den Verweis auf Referenzen und erste Kaufpreisvorstellungen auf Quadratmeterbasis. "Die Stadt behält sich das Recht vor, mit den Bewerbern Gespräche zur näheren Erläuterung der eingereichten Ideen und Nutzungskonzepte zu führen, um eine ausgewogene Bewertung treffen zu können", heißt es in den Ausschreibungsunterlagen.

Diese Gespräche müssen in den nächsten Wochen über die Bühne gehen, denn am Montag, 26. Oktober, soll der Stadtrat entscheiden, welche Konzepte weiterverfolgt werden sollen. Erst nachdem die verbliebenen Angebote konkretisiert worden sind, beginnen Vertragsverhandlungen an deren Ende der Stadtrat einem Bewerber den Zuschlag erteilt.
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