Zuletzt wurden sie in Amberg, Ursensollen und Kümmersbruck gesehen
Organisierte Bettler unterwegs

Die Bettler halten sich zum Beispiel in der Amberger Fußgängerzone auf, sie klingeln aber auch an Haus- oder Wohnungstüren. Bild: Steinbacher
Bei der Polizeiinspektion Amberg meldeten sich in den vergangenen Tagen wiederholt besorgte Bürger. Am Telefon hörten die Beamten fast immer die gleichen Worte: "Bei uns im Viertel" oder "in unserer Straße" seien verdächtige Personen aufgefallen.

Für Polizeisprecher Peter Krämer ist die Sache ziemlich klar: Nach einer längeren Pause sind in und um Amberg erneut organisierte Bettler unterwegs.

Meistens handelt es sich um Männer, die an der Tür klingeln, Geld wollen oder vorgeben, auf Arbeitssuche zu sein. "Was genau hinter dieser Masche steckt, kann nur vermutet werden", sagt Krämer. Doch angesichts der 2014 stark gestiegenen Zahl der Einbrüche könne nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass diese Herrschaften Häuser und Wohnungen ausspähen.

Mehrfach hatte die Polizei in der Vergangenheit zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. "Diese Sozialkontrolle funktioniert offenbar immer besser", lobt Krämer mit Blick auf die jüngsten Anrufe von Bürgern.

Bettlergruppen waren zuletzt in Amberg, Ursensollen und Kümmersbruck gesehen worden. Laut Peter Krämer kontrollierten Beamte mehrere Personen und stellten deren Personalien fest.

Als Zivilfahnder vor einigen Tagen nachmittags am Steinbörnl in Kümmersbruck einen auffälligen Rumänen (36) unter die Lupe nahmen, fanden sie bei ihm einen serbischen Führerschein, der sich "als Totalfälschung entpuppte". Sie stellten das nachgemachte Dokument sicher. Der 36-Jährige kam später wieder auf freien Fuß.
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