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Nachhaltigen Eindruck hinterließen die zurückliegenden Wochen mit den Ereignissen rund um die Luitpoldhütte (LH) beim Ersten Bevollmächtigten der IG-Metall-Verwaltungsstelle Amberg, Horst Ott. Besonders das Verhalten der Belegschaft habe sich bei ihm eingeprägt. Obwohl die im Werk verbliebenen Kollegen wüssten, dass sie nun länger arbeiten und auf Geld verzichten müssten, hätten sie die Flinte nicht ins Korn geworfen, sondern die Ärmel hochgekrempelt: "Sie tun das aber nicht für neue Anteilseigner, sondern für die Zukunft der LH - und sie tun es für die Kollegen, die gegangen sind. So eine Mannschaft muss man erst mal zusammenkriegen", schilderte der Sprecher den IGM-Delegierten im ACC die aktuelle Lage.

Und Ott verdeutlichte, dass der Wegfall der Montan-Mitbestimmung nicht das große Problem sei: "Die hat uns noch nie viel geholfen." Die große Stärke der Arbeitnehmerseite liege eher im gewerkschaftlichen Organisationsgrad von 90 Prozent bei der LH-Belegschaft. An dieser Stelle sandte Ott ein klares Signal aus: "Egal, wer der Neue ist, ob Russe, Belgier oder Franke: Wer sich mit einem von uns anlegt, legt sich mit uns allen an." Sprach's und fügte dem hinzu, man werde die Ehemaligen zurückholen.(ben)
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