Zur Person: Jakob Kirschbaum

Als Pferdehändler hatte der 1878 geborene Kirschbaum in Amberg einen ausgezeichneten Ruf. Bereits 1934 musste er aber dem Druck der Nationalsozialisten nachgeben und seine 1912 begonnene Erwerbstätigkeit aufgeben. Wie die meisten seiner Leidensgenossen, wurde er in der Pogromnacht inhaftiert, später als Häftling mit der Nummer 22 660 nach Dachau gebracht. In seinen Personalunterlagen ist der 3. April 1942 als der Tag der Deportation nach Auschwitz angegeben. In einer namentlichen Nennung aller Juden aus dem Stadtgebiet heißt es, dass Kirschbaum am jüdischen Friedhof in Amberg beigesetzt worden sei. In den Friedhofsunterlagen finden sich dazu aber keinerlei Hinweise. Quelle: "Juden in Amberg" von Dieter Dörner (2006). (tk)
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